
Die Widmung des Buchhändlers von Ella Wünsche
Verlag: Tinte & Feder
Seitenzahl: 324 Seiten
Historische Epoche: 1930er Jahre
Schauplatz: Südfrankreich und Heidelberg
Erscheinungsjahr: 2026
Inhalt:
In Die Widmung des Buchhändlers* erzählt Ella Wünsche von einem Familiengeheimnis, das sich lange zwischen alten Buchseiten verborgen hat.
Karla hat nie erfahren, wer ihr Vater war. Ihre Mutter Johanna hat geschwiegen – ein ganzes Leben lang. Erst als Karlas Enkelin Lea einen DNA-Test macht, meldet sich ein Mann aus Südfrankreich: Lucien. Er behauptet, Karlas Halbbruder zu sein.
Gemeinsam reisen Lea und Karla an die Mittelmeerküste. Doch was sie dort finden, ist mehr als nur ein Verwandter: ein Haus voller Geschichten, eine Bibliothek voller vergessener Bücher – und Spuren einer Vergangenheit, die tiefer reicht, als sie je geahnt hätten.
Denn alles beginnt mit einer Widmung. Ein Buch, das ein Buchhändler 1937 einem Bauernmädchen schenkte. Eine Liebe, die nicht sein durfte. Und ein Brief, den Johanna schrieb – aber nie abschickte. Was hat sie all die Jahre verschwiegen?
Rezension Die Widmung des Buchhändlers
Bisher hatte ich mit Das Lied der Wellen erst ein Buch von Ella Wünsche gelesen, das sich allerdings als kein wirklicher historischer Roman herausstellte. Da es bei Die Widmung des Buchhändlers aber keinen Zweifel am Genre gab, wollte ich der Autorin nochmal eine Chance geben.
Die Handlung dreht sich ganz klassisch um eine Spurensuche, bei der das Geheimnis einer Familie zu klären ist. Ebenso klassisch ist der Roman in zwei Erzählstränge eingeteilt, die sehr gut miteinander verbunden werden.
Auf der Ebene der Gegenwart begleitet man die beiden Protagonistinnen Lea und Karla, wobei Karla Leas Großmutter ist. In der Vergangenheitshandlung steht Karlas Mutter Johanna im Mittelpunkt. Die einzelnen Figuren werden dabei sehr gut dargestellt, sodass man ihr Denken, Fühlen und Handeln schön nachvollziehen kann.
Auch der Schreibstil von Die Widmung des Buchhändlers ist flüssig und durch einige unerwartete Wendungen und neu eingeführte Figuren bleibt das Buch stets lebendig. Zudem wurden Themen wie ADHS und das Finden von Familienangehörigen durch DNA-Analyse aufgegriffen und auf interessante Weise dargestellt.
Alles in allem halte ich diesen historischen Roman daher für ein lebhaftes und unterhaltsames Buch, das mir gut gefallen hat.
Ein Rezept zu Die Widmung des Buchhändlers habe ich natürlich ebenfalls zubereitet, nämlich einen Klassiker der südfranzösischen Küche: eine Soupe au Pistou
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Zum Rezept: Soupe au Pistou


