Mittelalter Romane Kloster

Die 11 ultimativ besten Mittelalter Romane

Mittelalter Romane wohin das Auge reicht! Kein anderes Zeitalter hat die Fantasie so vieler Autoren angeregt wie die rund 1.000 Jahre europäischer Geschichte zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit.

Bei meinen Recherchen zu diesem Beitrag fühlte ich mich zunächst regelrecht erschlagen von dem ungeheuren Ausmaß an historischen Mittelalter Romanen, die es allein im deutschsprachigen Raum gibt.

Mittlerweile habe ich mir aber einen guten Überblick verschafft und möchte im Folgenden auch Ihnen dabei helfen, ein klares Bild der Romane des Mittelalters zu bekommen, damit Sie für Ihr nächstes Leseabenteuer genau das richtige Buch finden.

Das Mittelalter

Mittelalter ist nämlich nicht gleich Mittelalter. So denkt man bei dem Begriff natürlich zunächst an das europäische Mittelalter, aber auch in anderen Regionen der Erde gab es ein Mittelalter, beispielsweise in China, Japan und Indien.

Bleibt man in Europa, wie ich es in diesem Beitrag tun werde, gliedert sich die Epoche zeitlich weiter in:

  • das Frühmittelalter (500 bis 1050 n. Chr.)
  • das Hochmittelalter (1050 bis 1250 n. Chr.)
  • das Spätmittelalter (1250 bis 1500 n. Chr.)

Aber schauen wir uns zunächst an, was diese drei Abschnitte verbindet, und damit „typisch Mittelalter“ ist.

Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches war die griechisch-römische Antike im Mittelmeerraum beendet. Es entstanden neue Herrschaftszentren wie das Frankenreich oder das Reich der Angelsachsen in Britannien.

Außerdem wurde der gesamte Kontinent christianisiert und das Christentum prägte fortan nicht nur das Weltbild der Menschen, sondern auch Wissenschaft und Kultur.

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Aber auch andere Religionen waren im europäischen Mittelalter von (weniger zentraler) Bedeutung: Zum einen fasste der im 7. Jahrhundert entstandene Islam durch die Eroberungen der Araber und Osmanen zeitweise in Europa Fuß. Zum anderen waren die Juden für die mittelalterliche Wirtschaft von großer Wichtigkeit, da Christen Geldgeschäfte verboten waren.

Ebenfalls typisch für das Mittelalter war der Feudalismus, eine nach Ständen geordnete Gesellschaft sowie Latein als Bildungssprache.

Frühmittelalter

Das Frühmittelalter reicht in etwa von 500 bis 1050 n. Chr. und zeichnet sich dadurch aus, das sich in dieser Zeit die politische Grundordnung der folgenden Jahrhunderte bildete. Einige heute noch existierende Staaten gehen mehr oder weniger direkt auf im Frühmittelalter entstandene Reiche zurück.

Entscheidende Gestalter dieser Ordnung waren die Adelsgeschlechter der MerowingerKarolinger und Ottonen. Zunächst unter den Merowingern und danach unter den Karolingern erstritt sich das Frankenreich eine Vormachtstellung in West- und Mitteleuropa.

Die bis heute bekannte Lichtgestalt dieses Frankenreichs ist Karl der Große, der sich im Jahr 800 zum „römischen Kaiser“ krönen ließ und damit gewissermaßen ein römisch-deutsches Reich begründete. Nach dem Tod Karl des Großen zerfiel dieses Reich allerdings zunächst in ein West- und ein Ostfrankenreich.

Gut ein Jahrhundert später schwangen sich die Ostfranken unter den Ottonen aber wieder zu einem verstärkten Einfluss auf ganz Europa auf.

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Neben dem Aufstieg der Franken gab es aber natürlich weitere erwähnenswerte Entwicklungen, die auch von vielen Mittelalter Romanen aufgegriffen werden.

So besiedelten die Angelsachsen zu Beginn des Frühmittelalters Britannien und schufen schließlich unter Alfred dem Großen ein vereinigtes Reich: England.

Auf den Britischen Inseln sowie in Nordfrankreich ereigneten sich von circa 800 bis 1050 auch die Raubzüge der Wikinger, die neben vielen historischen Mittelalter Romanen auch in der TV-Serie Vikings* behandelt werden.

Auf der Iberischen Halbinsel herrschten zunächst die Westgoten, deren Reich im frühen 8. Jahrhundert jedoch durch die Eroberungen der Araber zusammenbrach. Mit der Reconquista begann die Rückeroberung der arabisch besetzten Gebiete zwar noch im selben Jahrhundert, zog sich aber in mehreren Phasen durch fast das komplette restliche Mittelalter.

Hochmittelalter

Auf das Frühmittelalter folgte das Hochmittelalter (1050 bis 1250 n. Chr.), das durch einen Aufschwung von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur gekennzeichnet war. Es war die Blütezeit des Rittertums und des Minnesangs und auch die Bevölkerung begann merklich zu wachsen.

Des Weiteren war das Hochmittelalter aber auch eine Epoche der Kreuzzüge sowie von Auseinandersetzung von weltlicher und geistlicher Macht, also zwischen Kaisern und Päpsten.

Nach einem Aufruf von Papst Urban II. begannen 1095 die Kreuzzüge in den Orient, um die heilige Stadt Jerusalem von den Sarazenen zu befreien. Die religiösen Motive hinter den Kreuzzügen traten mit der Zeit aber zugunsten von Machtkalkül und wirtschaftlichen Interessen in den Hintergrund.

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Es wurden sogar Kreuzzüge gegen Christen geführt, wie etwa gegen die Katharer, zu denen ebenfalls einige historische Mittelalter Romane geschrieben wurden.

Außerdem verlor im Verlauf des Hochmittelalters das römisch-deutsche Reich seine Vormachtstellung. Die inzwischen tonangebenden Staufer mussten sogar den Verlust der Königsmacht zugunsten immer stärker werdender Landesherren hinnehmen.

In diesem Zusammenhang muss eine der bedeutendsten Personen des Mittelalters genannt werden, die auch viele Autoren in ihren historischen Romanen aufgreifen: Friedrich II.. Insbesondere für seine Bildung wird dieser aus Sizilien herrschende Stauferkaiser bis heute bewundert.

Spätmittelalter

Das Spätmittelalter (1250 bis 1500 n. Chr.) läutete den langsamen, aber sicheren Übergang in die Frühe Neuzeit ein. Der Einfluss der Königsmacht ging weiter zurück, sodass in den verschiedenen Territorien des Reiches das eigentliche Sagen bei den weltlichen und geistlichen Landesherren lag.

Ab Mitte des 14. Jahrhunderts zog zudem die Pest über Europa und kostete etwa 40 Prozent der Bevölkerung das Leben.

Außerdem begann im 14. Jahrhundert der (mehr als) Hundertjährige Krieg zwischen Frankreich und England, den die Franzosen 1453 siegreich beenden konnten.

Für die Engländer kam es doppelt schlimm, denn nachdem der Hundertjährige Krieg verloren ging, kam es auch noch zu schweren inneren Unruhen, die schließlich zum offenen Thronkampf der Häuser York und Lancaster führten. In diesen als Rosenkriege bekannten Auseinandersetzungen setzte sich 1485 das Haus Lancaster durch und König Heinrich VII. verband beide Kontrahenten durch Heirat im Haus Tudor.

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Doch es gab auch erfreuliche Entwicklungen im Spätmittelalter: Nicht zuletzt dank der neuen Universitäten, die nun reihenweise aus dem Boden schossen, blühten Wissenschaft und Kunst auf. Zusammen mit der Erfindung des modernen Buchdrucks wurde so der Weg für die Renaissance geebnet, dem Zeitalter, das auf das Mittelalter folgen sollte.

Auch die Wirtschaft erlebte durch das Erstarken des städtischen Bürgertums eine Blütezeit, was sich beispielsweise an der Hanse zeigt, einem mächtigen Bund von Kaufleuten aus verschiedenen, hauptsächlich norddeutschen Städten.

Historische Mittelalter Romane

So facettenreich wie das Mittelalter sind auch die historischen Romane, die zu dieser Epoche geschrieben wurden. Im Folgenden werde ich die ungeheure Vielzahl an Mittelalter Romanen in die Abschnitte Früh-, Hoch- und Spätmittelalter Romane einordnen und jeweils thematisch sortieren.

Um diesen Beitrag aber nicht zu überfrachten, werde ich nicht alle Werke auflisten, die ich finden konnte. Stattdessen biete ich Ihnen die Gesamtübersicht aller Mittelalter Romane, nach thematischen Schwerpunkten sortiert, zum Download an.

Füllen Sie dazu einfach die folgenden beiden Felder aus und Sie gelangen zu der vollständigen Liste der Mittelalter Romane als PDF-Dokument:

Frühmittelalter Romane

Beginnen wir mit den Mittelalter Romanen aus dem ältesten Zeitabschnitt dieser Epoche, dem Frühmittelalter.

Diese Werke sind thematisch recht vielfältig und lassen sich weiter in folgende inhaltliche Schwerpunkte gliedern:

  • Große Persönlichkeiten
  • Merowinger und Karolinger
  • Wikinger
  • Islam
  • Nibelungen

Bevor ich zu den einzelnen Themenschwerpunkten komme, möchte ich zunächst diejenigen Frühmittelalter Romane vorstellen, die sich in keinen der genannten Bereiche einordnen lassen.

Hierbei erscheint mir eine weitere Einteilung sinnvoll, weshalb ich zunächst diejenigen Frühmittelalter Romane aufliste, die als Einzelband erschienen sind. Dazu zählen:

  • Kingsbridge – Der Morgen einer neuen Zeit von Ken Follett, die Vorgeschichte zu Die Säulen der Erde, das im Hochmittelalter spielt. 
  • Der erste König von Sabrina Qunaj 
  • Das Geständnis des Mönchs von Jan van Aken
  • Der begrabene Riese* des britischen Literaturnobelpreisträgers Kazuo Ishiguro, das allerdings auch Fantasy-Elemente enthält.
  • Die Tochter des Klosterschmieds und Die Geliebte des Kaisers von Peter Dempf 
  • Das Geständnis der Amme von Julia Kröhn
  • Einer der inzwischen auch von mir rezensierten Mittelalter Romane: Die Heilerin vom Schwarzwald von Astrid Lehmann
  • Die Herrin der Päpste von Eric Walz 
  • Der verborgene Brunnen, ein historischer Roman aus der Provence von Sabrina Capitani.
  • Die Rose von Asturien* von Iny Lorentz
  • Slawischer Frühling von Nicolina Trunte
  • Das Lied des Schwanenritters von Birgit Jasmund, eine Neuerzählung der Lohengrin-Sage.
Kingsbridge Der Morgen einer neuen Zeit

Als Buchserien mit zwei oder mehr zusammenhängenden Teilen liegen unter anderem vor:

  • Die Normannen-Trilogie von Julia Kröhn
  • Die Cearas Wege-Reihe von Cornelia Briend 
  • Die Sachsen-Saga* von Kari Köster-Lösche, in der es eine Tierärztin aus der Gegenwart ins Frühmittelalter verschlägt.
  • Zwei Werke zu Kommandeur Vallon von Robert Lyndon
  • Die Aidan-Dulogie von Stephen Lawhead 
  • Die Chroniken von Bernicia* von Matthew Harffy

Darüber hinaus konnte ich noch folgende historischen Kriminalromane aus dem Frühmittelalter finden:

  • Die 34-teilige Schwester Fidelma ermittelt-Reihe von Peter Tremayne 
  • Das Pergament des Himmels von Antonio Garrido
  • Die Sündenburg von Eric Walz 
  • Das Siegel der Macht von Monika Dettwiler, bei dem im Umfeld von Otto III. ermittelt wird.
  • Infamium* von Marc Weissenberger

Große Persönlichkeiten

Ein beliebtes Thema bei den Autoren, die Mittelalter Romane verfasst haben, sind die großen Persönlichkeiten der damaligen Zeit, bei denen es sich in der Regel um Könige und Kaiser bzw. Königinnen und Kaiserinnen handelt.

Doch auch Vertreter des Klerus spielen hier eine Rolle – insbesondere der Fall, bei dem man unerwarteterweise von einer Vertreterin sprechen muss, nämlich von Päpstin Johanna.

Obwohl es sehr umstritten ist, ob es tatsächlich eine Frau auf den Heiligen Stuhl geschafft hat, wurde dieser Stoff in mehreren Werken umgesetzt, allen voran im viel beachteten Roman Die Päpstin* von Donna W. Cross.

Eine weitere Frauenfigur, die historische Romane zum frühen Mittelalter inspiriert hat, ist Kaiserin Theophanu, die Gemahlin des römisch-deutschen Kaisers Otto II.

Die Theophanu-Dulogie von Gabrielle Alioth (Die Braut aus Byzanz und Die griechische Kaiserin) sowie Theophanu von Gottes Gnaden Kaiserin von Petra Welzel seien hier genannt.

Zu Theophanus Gatten, Otto II., sind mir keine Mittelalter Romane bekannt, wohl aber zu seinem Vater Otto dem Großen, dem unter anderem Rebecca Gablé mit Das Haupt der Welt* und Die fremde Königin ein literarisches Denkmal gesetzt hat.

Aber auch zu Heinrich I. und Heinrich II., Vor- bzw. Nachfolger der Ottos auf dem Thron des Heiligen Römischen Reichs, gibt es historische Romane, nämlich Das Spiel der Königsmacher von Priska Lo Cascio bzw. Die Heilerin des Kaisers von Karla Weigand.

Die alles überstrahlende Figur des englischen Mittelalters ist ohne Zweifel Alfred der Große. Von daher verwundert es etwas, dass nur wenige Romane zu diesem Herrscher vorliegen, wohl aber zu seinen Nachfahren.

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Während Alfred vor allem in der Uhtred-Saga von Bernard Cornwell eine wichtige Rolle spielt, dreht sich Der letzte Getreue der Königin von V. M. Whitworth um seine Kinder und Thron des Blutes von Conn Iggulden um seinen Enkel Æthelstan.

Eine weitere bekannte Figur des mittelalterlichen Britanniens ist König Artus, der allerdings mehr eine Sagengestalt als eine belegte historische Persönlichkeit ist. Nichtsdestotrotz seien hier Die Artus Chroniken* genannt, ebenfalls von Bestsellerautor Bernard Cornwell verfasst.

Doch auch auf der britischen Insel hat es eine Frau aus dem Mittelalter zur Legende geschafft, nämlich Lady Godiva, mit deren Leben sich Heilige Hure von Nerys Jones beschäftigt.

Dennoch bleiben die Mittelalter Romane zu großen Frauen aus Kontinentaleuropa klar in der Überzahl, denn neben den bisher genannten gibt es auch noch Die Kaiserin von Tessa Korber über Kaiserin Theodora I. sowie die Rosamunde, Königin der Langobarden Tetralogie von Robert Gordian.

Vielleicht fragen Sie sich an dieser Stelle, wo die Bücher zu der wahrscheinlich bedeutendsten Persönlichkeit des Frühen oder sogar des gesamten Mittelalters bleiben: die zu Karl dem Großen.

Der Grund dafür, dass dieser Frankenkönig und spätere Kaiser noch keine Erwähnung fand, ist schlichtweg der, dass ich ihm und seinem Adelsgeschlecht, den Karolingern, einen eigenen Themenschwerpunkt gewidmet habe, der nun folgt.

Merowinger und Karolinger

Merowinger und Karolinger waren zwei Königshäuser, die nacheinander die Macht im Frankenreich inne hatten.

Vom fünften bis in die Mitte des achten Jahrhunderts, also zum Übergang von der Spätantike ins Frühmittelalter, herrschten zunächst die Merowinger, weshalb diese Zeit auch als Merowingerzeit bekannt ist.

Ein sehr wichtige Rolle nahm dabei Chlodwig I. ein, der nicht nur als Begründer des Frankenreichs angesehen wird, sondern mit seinem Übertritt zum Christentum auch religiös die Weichen für das gesamte Mittelalter stellte.

Historische Mittelalter Romane zu den Merowingern gibt es unter anderem folgende:

  • Die vier Merowinger-Bücher von Robert Gordian:
    • Der Wolfskönig
    • Die Heilige und der Teufel
    • Die schrecklichen Königinnen
    • Aufstand der Nonnen
  • Die Marcellus-Trilogie von Michael Kuhn, in denen Chlodwig I. eine wichtige Rolle spielt.
  • Die Rache der Königinnen und Die Fehde der Königinnen von Eva Maaser

Ab dem Jahr 751 ging die Königswürde im Frankenreich auf die Karolinger über, deren Namen auf einen gewissen Karl Martell zurück geht. Martell war selbst zwar nie (offiziell) König, besaß als sogenannter Hausmeier aber dennoch große Macht.

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Zum ersten offiziellen König der Franken wurde Martells Sohn Pippin der Kleine, dessen Sohn wiederum die wohl bekannteste Gestalt ist, die das gesamte Mittelalter hervorgebracht hat: Karl der Große.

Entsprechend drehen sich die Romane zu den Karolingern bevorzugt um diesen Karl, der insgesamt 46 Jahre herrschte und im Jahr 800 sogar Kaiser wurde. Zu diesen Karolinger Romanen zählen:

  • Die Gesandten der Sonne* von Wolf Serno
  • Die achtteilige Odo und Lupus Kriminalroman-Reihe von Robert Gordian
  • Der letzte Paladin von Richard Dübell
  • Die Gabe der Zeichnerin, Die Welfenkaiserin, Die Beutefrau und Die Königsmacherin von Martina Kempff

Wikinger

Ein Problem, mit dem sich die Karolinger, aber bei Weitem nicht nur sie, herumschlagen mussten, waren die Wikinger.

Als Wikinger bezeichnet man nordeuropäische Volksstämme, die zur See fuhren, um an fremden Stränden raubend und mordend Beute zu machen.

Oft wird der Begriff aber auch weiter gefasst, sodass die Nordmänner, die nicht auf schnelle Beute, sondern auf langfristigen Landgewinn aus waren, ebenfalls als Wikinger bezeichnet werden.

Die äußerst brutal agierenden Wikinger waren sehr gefürchtet, was wohl die Faszination erklärt, die sie bis heute auf viele Autoren ausüben. Es existieren sehr viele historische Wikinger Romane, von denen hier exemplarisch folgende genannt seien:

  • Die Siedler von Catan von Rebecca Gablé
  • Die zwölfteilige Uhtred-Saga von Bernard Cornwell
  • Die Jomswikinger-Saga von B. Andreas Bull-Hansen
  • Die fünfteilige Eingeschworenen-Saga* von Robert Low
  • Die dreiteilige Fjordland-Saga von Linnea Hartsuyker
    • Krone und Feuer
    • Eis und Schwert
    • Gold und Speer
  • Die siebenteilige Nordmann-Saga* von James L. Nelson
  • Die Wikingersklavin von Sabine Wassermann, die auch historische Romane zum Alten Ägypten geschrieben hat.
  • Drei Herrscher des Nordens-Bücher von Ulf Schiewe, der neben anderen Mittelalter Werken auch einen historischen Roman zur Bronzezeit verfasst hat.

Eine komplette Übersicht aller Wikinger Romane sowie weitere Infos zu den Nordmänner erhalten Sie in meinem Beitrag Die 5 ultimativ besten Wikinger Romane.

Islam

Ein weiterer thematischer Schwerpunkt des Frühmittelalters ist der Islam, der im frühen 7. Jahrhundert durch Mohammed gestiftet wurde.

Dementsprechend verwundert es nicht, dass einige Autoren Romane über Mohammed geschrieben haben, wie etwa Johannes Tralow in Mohammed oder Kader Abdolah in Mohammad, der Prophet.

Hinzu kommen Werke wie Aischa und Mohammed* von Kamran Pasha, die das Leben Mohammeds durch eine Frau thematisieren.

Es gibt aber auch Mittelalter Romane, die die Auseinandersetzungen von Islam und Christentum behandeln, wie zum Beispiel Der Wind und die Wahrheit von Michael Peinkofer.

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Nibelungen

Zum Abschluss meiner Übersicht über die Frühmittelalter Romane komme ich noch zu einem Thema, das weniger historisch ist, als dass es ins Reich der Sagen und Legenden gehört: die Nibelungen.

Da dieser Stoff aber allseits bekannt ist und für viele einfach zum deutschen Mittelalter gehört, habe ich mich dazu entschieden, Werke zum Niebelungenlied in diese Übersicht mit aufzunehmen.

Dazu zählen unter anderem Wodans Fluch und Rheingold von Stefan Grundy sowie Das gestohlene Lied von Christiane Gohl.


Aus Gründen einer besseren Übersichtlichkeit habe ich nicht alle Mittelalter Romane in diesen Beitrag aufgenommen. Eine vollständige Übersicht steht allerdings als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung.

Hochmittelalter Romane

In den Romanen des Hochmittelalters geht es thematisch ebenfalls abwechslungsreich zu, jedoch ergibt für mich bei diesen Werken nur eine Untergliederung in folgende drei inhaltliche Schwerpunkte Sinn:

  • Große Persönlichkeiten
  • Kreuzzüge
  • Historische Kriminalromane

Bevor ich dazu komme, möchte ich erneut zunächst diejenigen Hochmittelalter Romane vorstellen, die sich in keinen der genannten Bereiche einordnen lassen.

Ich beginne wieder mit den Werken, die als Einzelband erschienen sind. Hier ein kleiner Auszug aus dieser umfangreichen Liste:

  • Ivanhoe* von Walter Scott, der mit diesem 1820 erschienenen Werk das Genre des historischen Romans begründet hat.
  • Die Säulen der Erde von Ken Follett, dessen Vorgänger im Frühmittelalter spielt, während die beiden Nachfolger im Spätmittelalter bzw. zur Zeit der Reformation angesiedelt sind.
  • Der Medicus* von Noah Gordon, einer der bekanntesten Mittelalter Romane überhaupt, der mit Der Schamane und Die Erben des Medicus zwei Nachfolger hat, die allerdings im Wilden Westen bzw. in der Gegenwart spielen.
  • Teufelskrone von Rebecca Gablé, ein Teil der Waringham-Saga*, die größtenteils im Spätmittelalter spielt.
  • Tristan und Isolde, ein von Gottfried von Straßburg im Hochmittelalter in Versform verfasstes Werk, dessen Stoff seitdem oft bearbeitet wurde, u.a. von Richard Wagner.
  • Der Chirurg und die Spielfrau* von Sabine Weiß
  • Die Minnesängerin von Sybille Schrödter
  • Die Fälscherin von Julia Freidank
  • Die drei Königinnen Saga von Joanna Courtney mit den eigenständigen Werken Das purpurne Herz (von mir rezensiert), Das goldene Meer und Der rubinrote Thron
  • Gottes Fälscher von Günter Ruch
  • Die Jüdin von Toledo von Lion Feuchtwanger
  • Die Gewandschneiderin* von Doris Niespor
  • Die Feinde der Tuchhändlerin von Caren Benedikt

Neben diesen Einzeltiteln gibt es auch zum Hochmittelalter einige historische Romane, die als Buchserien veröffentlich wurden. Beispielhafte habe ich folgende Werke in meine Übersicht aufgenommen:

  • Die fünfteilige HebammenSaga* von Sabine Ebert
  • Die Pilgerin-Dulogie von Ricarda Jordan
  • Die Eifelgräfin-Trilogie von Dagmar Trodler
  • Die Helmsby-Reihe (Das zweite Königreich und Hiobs Brüder) von Rebecca Gablé
  • Die fünfteilige Robin Hood-Serie von Mac P. Lorne
  • Die zweiteilige Das Gold der Weiden-Reihe* von Martha Sophie Marcus
  • Die vierteilige Ellenweore-Reihe von Katia Fox
  • Die Medica-Dulogie von Johanna Geiges
  • Die Ravenstow-Trilogie von Elizabeth Chadwick
  • Vier Geraldines-Romane* von Sabrina Qunaj
  • Die vierteilige Normannen-Saga sowie drei Mittelalter Romane der Montalban-Reihe von Ulf Schiewe
  • Die Sündenheilerin-Trilogie von Melanie Metzenthin
  • Die sechsteilige Kerzenzieherin-Reihe von Caren Benedikt
  • Die Rhein-Trilogie* von Marion Johanning:
    • Der fremden Reiter
    • Die verborgenen Schwestern
    • Die siebte Schwester
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Große Persönlichkeiten

Das Hochmittelalter hat viele bekannte Persönlichkeiten hervorgebracht, von denen die meisten, aber nicht alle, dem Adel angehörten.

So entstammte der berühmte Minnesänger Walther von der Vogelweide aller Voraussicht nach dem einfachen Volk. Neben seinen eigenen Werken in mittelhochdeutscher Sprache tragen heute auch ihm gewidmete Mittelalter Romane wie Das Spiel der Nachtigall von Tanja Kinkel zum Ruhm dieses Lyrikers bei.

Darüber hinaus ist mit Hildegard von Bingen, die wahrscheinlich bekannteste Frau des Mittelalters, ebenfalls nicht dem Adel, sondern dem Klerus zuzurechnen.

Hildegards Leben hat viele Autoren zu historischen Mittelalter Romanen inspiriert, wie zum Beispiel Ralf H. Dorweiler zu Der Gesang der Bienen* und Heike Koschyk zu Pergamentum – Im Banne der Prophetin.

Ebenso wie Hildegard inzwischen zur Heiligen erklärt wurde eine weitere, von Haus aus adelige Frau: Elisabeth von Thüringen, die in Mittelalter Romanen wie dem von mir rezensierten Die Tore des Himmels von Sabine Weigand im Mittelpunkt steht.

Um bei den großen Frauengestalten des Hochmittelalters zu bleiben, müssen wir gedanklich nach Frankreich bzw. nach England reisen, wo Eleonore von Aquitanien gewirkt hat.

Die oft auch als Alienor bzw. Aliénor bezeichnete Eleonore hat es geschafft, sowohl Königin von Frankreich als auch Königin von England zu werden, wobei ihre Trennung vom französischen König zu einem Jahrhunderte währenden Konflikt zwischen beiden Ländern führte.

Historische Romane zu Eleonore von Aquitanien umfassen unter anderem:

  • Ich, Eleonore, Königin zweier Reiche* von Sabine Weigand
  • Die Löwin von Aquitanien von Tanja Kinkel
  • Die Dichterin von Aquitanien von Tereza Vanek
  • Die Alienor-Trilogie von Elizabeth Chadwick

Aber auch zum berühmten Sohn Eleonores von Aquitanien liegen einige Mittelalter Romane vor, denn dieser ist kein Geringerer als Richard Löwenherz, über den zum Beispiel Mac P. Lorne in Der englische Löwe* oder Ben Kane in seiner dreiteiligen Löwenherz-Reihe* geschrieben haben.

Last, but not least muss natürlich auch Friedrich II. erwähnt werden, eine der bekanntesten Personen des gesamten Mittelalters, dessen Tod im Jahr 1250 für die Geschichtswissenschaft als Übergang zum Spätmittelalter gilt.

Über diesen König und späteren Kaiser des römisch-deutschen Reiches hat unter anderem Tilman Röhrig in Wie ein Lamm unter Löwen sowie Iny Lorentz in Das Mädchen aus Apulien* geschrieben.

Kreuzzüge

Zu den bekanntesten und markantesten Ereignissen des Mittelalters zählen die Kreuzzüge, die von 1095 bis ins 13. Jahrhundert stattfanden und sich zunächst ausschließlich gegen die muslimischen Staaten im Nahen Osten richteten.

Ziel dieser Orientkreuzzüge war es, zumindest vordergründig, das Heilige Land um Jerusalem zu erobern bzw. zu halten, was letzten Endes nicht von Erfolg gekrönt war.

Zu den Kreuzzügen gegen den sich ausbreitenden Islam liegen unter anderem folgende historische Mittelalter Romane vor:

  • Die sechsteilige Templerin-Reihe von Wolfgang Hohlbein, der bei den letzten drei Büchern von seiner Tochter Rebecca als Co-Autorin unterstützt wurde
  • Das Buch von Ascalon von Michael Peinkofer
  • Baudolino* von Umberto Eco
  • Das Schwert und die Lämmer von Claudia Kern, das den Kinderkreuzzug thematisiert.
  • Die Brethren-Trilogie von Robyn Young
  • Die fünfteilige Gero von Breydenbach-Reihe* von Martina André
  • Die Kreuzfahrerin-Dulogie von Stefan Nowicki
  • Krone des Himmels* von Juliane Stadler
  • Yorig von Klaus Haidukiewitz

Doch nicht nur gegen die muslimische Welt wurden Kreuzzüge geführt: Ab dem 13. Jahrhundert galten auch kriegerische Handlungen als Kreuzzug, die sich gegen nicht-christianisierte Völker Europas (wie bspw. die Finnen) richteten, sowie insbesondere gegen abtrünnige Glaubensrichtungen.

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Von diesen Ketzer-Kreuzzügen erfreuen sich bei Autoren historischer Romane vor allem die gegen die Katharer (auch als Albigenser bekannt) großer Beliebtheit, deren Zentrum im Süden Frankreichs lag.

Mittelalter Romane aus dieser Rubrik sind zum Beispiel die sechsteilige Töchter des Teufels-Reihe von Helene Luise Köppel sowie Das Kreuz des Schweigens von Hildegard Burri-Bayer.

Historische Kriminalromane

Auch zum Hochmittelalter wurde eine Reihe historischer Kriminalromane verfasst, von denen ich in diesem Beitrag exemplarisch die folgenden nennen möchte:

  • Tod und Teufel* von Frank Schätzing
  • Isenhart von Holger Karsten Schmidt, in dem ein mittelalterlicher Profiler auf die Jagd nach einem Serienmörder geht.
  • Vier historische Kriminalromane der Totenleserin-Reihe von Ariana Franklin, einem Pseudonym von Diana Norman.
  • Das Amulett der Wölfin von Marion Henneberg
  • Die zehnteilige Bruder Cadfael Kriminalroman-Reihe von Ellis Peters

Eine komplette Liste aller Mittelalter Romane habe ich als PDF-Dokument zum Download für Sie bereitgestellt.

Spätmittelalter Romane

Bei den Romanen, die im Spätmittelalter spielen, lassen sich wieder einige thematische Schwerpunkte finden, nämlich im Einzelnen:

  • Große Persönlichkeiten
  • Pest
  • Hanse
  • Rosenkriege
  • Hundertjähriger Krieg
  • Historische Kriminalromane

Darüber hinaus lassen sich auch recht viele Romane zur Hexenverfolgung bzw. zur Inquisition finden, die im Spätmittelalter spielen.

Auch wenn man diese Themen gerne mit dem Mittelalter verbindet und die Anfänge durchaus in diese Epoche fallen, werden beide Phänomene gemeinhin der Frühen Neuzeit zugerechnet, da sie dort ihren traurigen Höhepunkt erlebten.

Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, die historischen Romane über Hexenverfolgung und die Inquisition der katholischen Kirche gebündelt in meinen Beitrag über die Romane der Frühen Neuzeit aufzunehmen, auch wenn manche zeitlich im Mittelalter angesiedelt sind. Darüber hinaus habe ich aber auch noch einen eigenständigen Beitrag zu den Hexenverfolgung Romanen veröffentlicht, in dem die Romane zu diesem Phänomen sowie die zur Inquisition vollumfänglich aufgeführt werden.

Neben den oben genannten Schwerpunkten gibt es aber auch im Spätmittelalter Romane, die sich keinem dieser Themen zuordnen lassen. Von diesen möchte ich zunächst eine Auswahl derjenigen Bücher vorstellen, die als Einzelband erschienen sind:

  • Der Glöckner von Notre-Dame von Victor Hugo
  • Der Name der Rose* (wurde von meinem Sohn auch hier im Blog rezensiert) und Das Foucaultsche Pendel von Umberto Eco
  • Die Tore der Welt von Ken Follett, das hier im Blog auch rezensiert wurde
  • Die honigsüßen Hände von Marion Johanning
  • Der Verrat der Kaufmannswitwe* von Silke Elzner
  • Der Fluch der Rose, Die Pilgerin, Die Löwin, Die Saga von Vinland, Die Goldhändlerin sowie Die Rebellinnen von Iny Lorentz
  • Die Arznei der Könige von Sabine Weiß
  • Das Herz der sieben Inseln* von Tara Haigh, das in zwei Zeitebenen im Mittelalter und in der Gegenwart spielt.
  • Blut und Silber von Sabine Ebert
  • Das Hexenzeichen von Nora Berger
  • Der Chronist des Pilgers* von Dirk Schillings
  • Die List der Schanktochter, Die Spur der Gräfin, Die Flucht der Magd, Das Mündel der Hexe sowie Der Tod in den Gassen von Konstanz von Doris Röckle
  • Fürstin der Bettler und Herrin der Schmuggler von Peter Dempf
  • Die Rose der Leibköchin* und Die Herrin des Rings von Dagmar Schnabel
Romane Mittelalter castel del monte

Zu den Spätmittelalter Romanen, die als Buchserien erschienen sind, zählen unter anderem:

  • Die dreiteilige Templer-Saga von Guido Dieckmann
  • Die Kathedrale des Meeres-Dulogie von Ildefonso Falcones
  • Die zweiteilige Friesen-Saga* sowie die vierteilige Fleury-Saga* von Daniel Wolf, bestehend aus:
    • Das Salz der Erde
    • Das Licht der Welt
    • Das Gold des Meeres
    • Die Gabe des Himmels
  • Fünf Die Heimliche Heilerin-Bücher (zu deren ersten Band ich eine Rezension geschrieben habe), die Händlerstochter- Dulogie (die ich auch rezensiert habe) sowie zwei Mittelalter Romane der Veltens-Reihe (Rebengold und Rebenblut) von Ellin Carsta
  • Die dreiteilige Pilger-Reihe* von Petra Schier
  • Die dreiteilige Kristin Lavranstochter-Reihe, eine Familiensaga aus dem mittelalterlichen Norwegen von Nobelpreisträgerin Sigrid Undset, die daneben mit den Olav Audunssohn-Büchern zwei weitere Mittelalter Romane verfasst hat.
  • Die neunteilige Wanderhure-Reihe* von Iny Lorentz
  • Die Henkerin-Trilogie von Sabine Martin
  • Die fünfteilige Salbenmacherin-Reihe sowie die Ulm-Trilogie von Silvia Stolzenburg
  • Die siebenteilige Waringham-Saga* von Rebecca Gablé , die zum Teil auch im Hochmittelalter und der Renaissance spielt und aus folgenden Bänden besteht:
    • Das Lächeln der Fortuna
    • Die Hüter der Rose
    • Das Spiel der Könige
    • Der dunkle Thron
    • Der Palast der Meere
    • Teufelskrone
    • Drachenbanner
  • Die vierteilige Enja, Tochter der Highlands-Saga* von Eva Fellner
  • Die Silberbaum-Reihe* von Sabine Ebert, von der bisher allerdings nur Band 1 erschienen ist.

Große Persönlichkeiten

Anders als im Früh- und Hochmittelalter stellen Adel und Klerus im Spätmittelalter nicht mehr die große Mehrheit der großen Persönlichkeiten, über die historische Romane geschrieben wurden.

Vertreten ist der Adel aber natürlich dennoch, und zwar insbesondere durch Königin Isabella von Kastilien – die Frau, die Christoph Kolumbus auf die Reise nach Amerika (bzw. Indien) schickte.

Zu dieser spanischen Herrscherin hat Susan Hastings das Buch Ich, die Königin geschrieben und Ulrike Schweikert hat Isabella gleich zwei Werke gewidmet, die beiden La Caminata-Romane*.

Ebenfalls zum Adel zählen kann man:

  • den schottischen Clan-Führer und Freiheitskämpfer William Wallace, über den E.G. Spitzer eine Trilogie verfasst hat,
  • die italienische Familie Medici, die in vier Medici-Büchern* von Matteo Strukul im Mittelpunkt steht sowie
  • Vlad III. Drăculea, dem historischen Vorbild des Dracula-Mythos, dem sich Liliana Le Hingrat in ihrer Das dunkle Herz der Welt-Dulogie widmet.

Große Persönlichkeiten des Klerus spielen in Spätmittelalter Romanen kaum noch eine Rolle, einzig der böhmische Reformator Jan Hus ist in Romanen wie Das Zeichen des Ketzers von Sabine Wassermann vertreten.

Ansonsten entstammen die großen Persönlichkeiten der Spätmittelalter Romane dem einfachen Volk, wie zum Beispiel:

Pest

Mit dem Schwarzen Tod fällt eine der schlimmsten Pest-Pandemien der Geschichte ins Spätmittelalter. In den Jahren von 1346 bis 1353 kostete die Seuche in Europa etwa 25 Millionen Menschen das Leben, was circa einem Drittel der damaligen Bevölkerung entspricht.

Eine Katastrophe solchen Ausmaßes hat natürlich Anlass zu literarischen Auseinandersetzungen mit dem Thema gegeben, sodass einige Mittelalter Romane zur Pest vorliegen.

Dazu zählen unter anderem Das Lied vom schwarzen Tod von Gerit Bertram, Die Pestärztin* von Ricarda Jordan sowie die zweiteilige Pest-Saga von Minette Walters.

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Hanse

Das Spätmittelalter gilt auch als Hochzeit der Hanse, eines Bundes norddeutscher Kaufleute, der aus wirtschaftlichen Interessen geschlossen wurde, dessen Macht sich aber auch politisch und kulturell bemerkbar machte.

Zu den Mittelalter Romanen über die Hanse zählen beispielsweise Die Hansetochter-Dulogie von Sabine Weiß, Schicksalsstürme von Melanie Metzenthin und Das weiße Gold der Hanse von Ruben Laurin.

Zudem wurden einige mittelalterliche Hansekrimis verfasst, insbesondere von Frank Goyke.

Rosenkriege

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts tobten in England die Rosenkriege zwischen den beiden Adelshäusern York und Lancaster, deren Symbol eine weiße bzw. rote Rose war.

Die Realität sah zwar mit Sicherheit deutlich brutaler aus als es der im wahrsten Sinne des Wortes verblümte Name vermuten lässt, aber es kann nicht verwundern, dass einige historische Romane zu den Rosenkriegen verfasst wurden, zu denen u. a. folgende gehören:

  • Die vier Bücher umfassende Rosenkriege-Reihe von Conn Iggulden:
    • Sturmvogel
    • Das Bündnis
    • Drei Könige
    • Brüderschlacht
  • Die siebenteilige Die Rosenkriege-Serie* von Philippa Gregory
  • Ginster und Schwert von Kerstin Tomiak
  • Die Rose von England und Die weiße Rose von York von Anne Easter Smith
  • Kampf der Könige: Das Haus Plantagenet und das blutige Spiel um Englands Thron von Dan Jones

Hundertjähriger Krieg

Zudem fällt ein weiterer, sehr lange Zeit andauernder Krieg ins Spätmittelalter: der Hundertjährige Krieg, der zwischen Frankreich und England ausgetragen wurde.

Trotz dieses abstrus lange anmutenden Zeitraums wurden zum Hundertjährigen Krieg nur vergleichsweise wenige Mittelalter Romane verfasst, zu denen Das Zeichen des Sieges und 1356 von Bernard Cornwell sowie die Die Legenden des Krieges-Reihe* von David Gilman zählen.

Historische Kriminalromane

Umso mehr Mittelalter Romane gibt es dafür aus dem Subgenre des Krimis. Aus der langen Liste dieser Werke habe ich exemplarisch folgende in diesen Beitrag aufgenommen:

  • Sehet die Sünder* von Liv Winterberg
  • Die zweiteilige Straßburg-Saga von Heidrun Hurst
  • Die Aachen-Trilogie, die dreiteilige Lombarden-Reihe sowie sechs Bücher über die ermittelnde Apothekerin Adelina von Petra Schier
  • Die Bruder Athelstan Bücher von Paul Harding, einem Pseudonym von Paul Doherty.
  • Des Teufels Drucker von Rainer Maria Wacke
  • Der Wachsmann und Das Labor des Alchemisten von Richard Rötzer
  • Eine Serie von sechs historischen Kriminalromanen von Uwe Klausner
  • Die fünfteilige Rungholt Kriminalroman-Serie von Derek Meister
  • Der Seelenhändler, Tochter der Inquisition und Die Siegel des Todes von Peter Orontes
  • Sage und schreibe 22 historische Kriminalromane von Kate Sedley, die sich um den Ermittler Roger Chapman drehen. Es wurden allerdings nur Band 1 bis 6 ins Deutsche übersetzt.
  • Die siebenteilige Serafina-Reihe von Astrid Fritz
  • Die Myntha, die Fährmannstochter Kriminalroman-Pentalogie, fünf historische Krimis um die Begine Almut Bossart sowie die ebenfalls fünfteilige Alyss-Reihe von Andrea Schacht, in der die Tochter von Begine Almut ermittelt.

Eine komplette Liste aller Mittelalter Romane habe ich als PDF-Dokument zum Download für Sie bereitgestellt.

Mittelalterromane Nidarosdom

Die besten Mittelalter Romane

Vorab als kleine Einschränkung: Natürlich habe ich bei Weitem (noch) nicht alle Mittelalter Romane gelesen, die ich in diesem Beitrag bzw. in dem noch deutlich umfangreicheren Download-Dokument aufgeführt habe.

Des Weiteren habe ich darauf geachtet, dass literarische Werke zu den drei Unterepochen in etwa gleichmäßig in meiner Bestenliste vertreten sind, um der Vielfalt des Mittelalter besser gerecht werden zu können.

Dies gesagt, freue ich mich, Ihnen meine 11 aktuellen Favoriten in Sachen Mittelalter Romane präsentieren zu dürfen. Es sind die folgenden Werke:

  1. Die Säulen der Erde (Ken Follett)
  2. Der Name der Rose (Umberto Eco)
  3. Der Medicus (Noah Gordon)
  4. Die Päpstin (Donna W. Cross)
  5. Der Glöckner von Notre-Dame (Victor Hugo)
  6. Das Haupt der Welt (Rebecca Gablé)
  7. Tod und Teufel (Frank Schätzing)
  8. Kingsbridge – Der Morgen einer neuen Zeit (Ken Follett)
  9. Ivanhoe (Walter Scott)
  10. Die Tore des Himmels (Sabine Weigand)
  11. Das Lächeln der Fortuna (Rebecca Gablé)

Damit ist nach meinen Epochen-Überblicken zu den Steinzeit- und Antike-Romanen nun auch der Beitrag zu den besten Mittelalter Romanen abgeschlossen.

Mittlerweile habe ich zudem den Überblick-Beitrag fertiggestellt, der sich mit den Romanen der Frühen Neuzeit beschäftigt, also der Epoche, die unmittelbar auf das Mittelalter folgt und die Zeitspanne vom 16. bis Ende des 18. Jahrhunderts umfasst.

Alle Mittelalter Romane zum Download

Füllen Sie die folgenden beiden Felder aus, um zu der vollständigen Liste der Mittelalter Romane als PDF-Dokument zu gelangen:


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