
Schwesternland von Katharina Fuchs
Verlag: Droemer
Seitenzahl: 480 Seiten
Historische Epoche: Frühe Neuzeit
Schauplatz: Havelland und Lyon
Erscheinungsjahr: 2026
Inhalt:
In Schwesternland* geht eine junge Frau auf die Spur einer Vorfahrin, die als Hugenottin in der Frühen Neuzeit aufgrund ihres Glaubens verfolgt wurde.
Zum 100. Geburtstag ihrer Großmutter kehrt Antonia ins alte Ferienhaus im Havelland zurück, ihr „Schwesternland“, ein Ort voller Sommerdüfte und Erinnerungen.
Doch die vertraute Wärme kann nicht verbergen, wie sehr der frühe Tod ihres Vaters die Familie verändert hat, und auch das Wiedersehen mit ihren drei Schwestern lässt Risse spürbar werden.
Unter den Geschenken findet Antonia ein Ahnengutachten. Ein Name darin lässt sie nicht los: Jeanne Beauvais, Tochter eines Seidenhändlers im Lyon des 17. Jahrhunderts, eine junge Hugenottin, die alles verlor außer ihrem Glauben und die in Berlin-Brandenburg ganz von vorne anfangen musste.
Antonia folgt ihrer Spur nach Lyon. In den Gassen und dem Handelshaus, in dem Jeanne einst lebte, öffnet sich deren faszinierende Geschichte und berührt sie tiefer, als sie erwartet hätte – bis ein Schicksalsschlag sie zurückruft, ins Schwesternland.
Rezension Schwesternland
Hinweis: Schwesternland wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bzw. diese Rezension wurde dadurch nicht positiv beeinflusst.
Nach Vor hundert Sommern, Unser kostbares Leben und Zwei Handvoll Leben ist Schwesternland das vierte Buch aus der Feder von Katharina Fuchs, das ich gelesen habe. Während die drei anderen Bücher aber allesamt im 20. Jahrhundert spielen, ist der historische Teil von Schwesternland diesmal in der Frühen Neuzeit angesiedelt, konkret im 17. Jahrhundert.
Als sich die Familie zum 100. Geburtstag der Großmutter im Havelland trifft, stößt Antonia, eine von vier Schwestern, über ein Ahnengutachten auf ihre Vorfahrin Jeanne. Ihre Neugier ist sofort geweckt und sie begibt sich auf Spurensuche nach Lyon, wo Jeanne im 17. Jahrhundert lebte.
Damit sind auch schon die beiden Zeitebenen vorgestellt, in die Katharina Fuchs diesen historischen Roman aufgeteilt hat. Um genau zu sein, sollte ich aber eher sagen, dass sich in Schwesternland diese beiden Erzählstränge immer mehr miteinander verflechten und so quasi eine neue Realität erschaffen.
Sowohl Antonia in der Gegenwart, als auch Jeanne in der Vergangenheit sind starke Frauen, die ihr Leben in die Hand nehmen. Beide Protagonistinnen haben mich in ihre Welt mitgenommen, die für Toleranz, Gleichberechtigung und ein rücksichtsvolles Miteinander steht.
Besonders gelungen fand ich den historischen Teil auch deshalb, weil ich wieder mein Wissen über unsere Geschichte erweitern konnte. Bisher hatte ich nur sehr wenig über die Hugenotten und ihr Schicksal gewusst – durch Katharina Fuchs gekonnte und sehr einfühlsame Darstellung wurde mir aber sehr klar vor Augen geführt, mit welcher Rohheit und Brutalität diese Glaubensgruppe behandelt wurde, sodass sie schließlich zur Flucht gezwungen war.
Damit kann ich alles in allem nur sagen, dass mich Schwesternland total überzeugt hat und ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich freue mich daher schon sehr auf das nächste Buch von Katharina Fuchs.
Als Rezept zu Schwesternland habe ich etwas gebacken, wofür das Havelland nicht zuletzt durch eine Ballade sehr berühmt ist: einen Birnenkuchen.
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