Das Mädchen, das die Wahrheit sagte
Rezensionen

Das Mädchen, das die Wahrheit sagte von Catherine Hokin

Verlag: Bookouture

Seitenzahl: 388 Seiten

Historische Epoche: Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Schauplatz: London und Nürnberg

Erscheinungsjahr: 2026


Inhalt:

In Das Mädchen, das die Wahrheit sagte* erzählt Catherine Hokin von einer jungen Frau, die im Zuge der Nürnberger Prozesse dafür kämpft, eine unangenehme Wahrheit ans Licht zu bringen.

London, 1941: Der Krieg hat Annie alles genommen. Ihr geliebter Harry ist mit Knochenbrüchen und von Trauer zerstörten Augen von der Front zurückgekehrt. Ihr Vater hat sie alle verraten und sich den Nazis angeschlossen.

Jeder neue Tag im Kriegsamt lässt in ihr den Wunsch stärker brennen, die Fehler ihres Vater wiedergutzumachen und alles zu tun, um den Krieg endlich zu beenden.

Nürnberger Prozesse, 1946: Der Krieg ist vorbei, aber die Suche nach Gerechtigkeit fängt gerade erst an. Annie wird übel, als sie Margarete vor dem Gerichtssaal sieht. Die Frau, die ihren Vater überzeugt hat, seine Familie zu verlassen – und seit Kriegsende weiterhin die Nazis unterstützt. Annie muss ihre wahre Identität aufdecken.

Aber um das zu tun, müsste sie auch die dunkle Vergangenheit ihres Vaters enthüllen und ihre eigene Familie in Gefahr bringen. Kann Annie diese unmögliche Entscheidung treffen und den Mut aufbringen, der Welt die Wahrheit über Margarete zu sagen – egal zu welchem Preis?

Rezension Das Mädchen, das die Wahrheit sagte

Mit Die verlorene Mutter, Der Mut einer Tochter, Der Preis der Freiheit, Das Mädchen auf dem Foto, Alles Glück, das wir hatten, Alles, was wir nicht wussten, Das geheime Hotel in Berlin, Als der Zug dich mitnahm, Das geraubte Kind und Das geheime Medaillon habe ich in der letzten Zeit bereits recht viele historische Romane von Catherine Hokin gelesen.

In ihrem neusten Buch Das Mädchen, das die Wahrheit sagte geht es nun um den Faschismus in England vor und nach dem Zweiten Weltkrieg sowie um die Nürnberger Prozesse gegen die Nazi-Kriegsverbrecher. Die Protagonistin Annie wird durch ihren Vater, der mit den Deutschen kollaboriert, in die ganze Sache hineingezogen, kann sich aber gegen seinen Einfluss behaupten und kämpft gegen die Machenschaften der Nazis.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig, allerdings fand ich diesen Roman an einigen Stellen etwas langatmig und auch die Darstellung mancher Figuren konnte mich nicht so ganz überzeugen. Es gab im Verlauf der Handlung jedoch auch spannende und emotionale Ereignisse, die das Buch auflockerten.

Zudem ist der historische Hintergrund wie immer sehr gekonnt eingebunden, sodass ich mit Das Mädchen, das die Wahrheit sagte mein Wissen über den Faschismus in England und die Verbindungen mancher Engländer zu den Nazis bereichern konnte.

Alles in allem fällt dieser Roman gegenüber den vielen anderen eingangs genannten Werken von Catherine Hokin jedoch merklich ab. Er hat mich insgesamt leider nicht wirklich überzeugen können.

Als Rezept zu Das Mädchen, das die Wahrheit sagte habe ich ein typisches Gericht aus Nürnberg zubereitet, nämlich einen Franken Sauerbraten.


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Zum Rezept: Franken Sauerbraten

Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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