
Muttertage von Jennifer Segebrecht
Verlag: Pfaueninsel
Seitenzahl: 272 Seiten
Historische Epoche: 1960er & 1970er Jahre
Schauplatz: Südfrankreich, Deutschland und Türkei
Erscheinungsjahr: 2026
Inhalt:
In ihrem Debütroman Muttertage* erzählt Jennifer Segebrecht von dem teils schwierigen Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern.
1961 reist die 18-jährige Ulrike zu einem Sprachkurs ins sommerliche Cannes – und kehrt schwanger zurück. Auf Drängen ihrer Eltern geht sie eine Scheinehe ein, die bald zerbricht.
Für einen Neuanfang folgt sie dem sephardischen Geschäftsmann Adem nach Istanbul. Während die Kinder Barbara und Danyal dort Wurzeln schlagen, verliert Ulrike zunehmend den Halt und sucht Trost im Alkohol.
Vierzig Jahre später erinnert sich Barbaras Tochter Charly an ein Leben zwischen Mutter und Großmutter, die bis zuletzt nicht mehr miteinander gesprochen haben. Auf der Suche nach dem verschwundenen Onkel Danyal beginnt sie zu begreifen, wie sehr die Konflikte der vorherigen Generationen in ihr fortwirken.
Rezension Muttertage
Hinweis: Muttertage wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bzw. diese Rezension wurde dadurch nicht positiv beeinflusst.
In Muttertage geht es um das Verhältnis von Müttern und ihren Töchtern. Die drei Protagonistinnen Ulrike, Barbara und Charly werden dabei schön dargestellt, sodass man ihr Handeln und ihre Empfindungen stets gut nachvollziehen kann.
Erzählt wird der Roman dabei von der Jüngsten der Drei, Charly, allerdings auf drei Zeitebenen, die nahtlos ineinander übergehen, ohne den Lesefluss zu stören.
Muttertage greift ganz zentral die vielen seelischen Verletzungen der Hauptfiguren auf und schildert auf gelungene Art und Weise einige dramatische Ereignisse sowie Enttäuschungen, die die drei Frauen erleben mussten. Dadurch konnte mich dieses Buch über Mütter und Töchter tief berühren. Es zeigt, wie das Schicksal von Ulrike auf die nachfolgenden Generationen übergriff und Tochter sowie Enkelin beeinflusste.
Die Beschreibungen der Schauplätze, besondere die des Bosporus, haben mir ebenfalls gut gefallen – gerade weil sie die Grundstimmung des Romans etwas aufhellten.
Alles in allem halte ich Jennifer Segebrechts Debütroman daher für ein anspruchsvolles Buch, das mir gut gefallen hat.
Als Rezept zu Muttertage habe ich mal etwas aus der Türkei zubereitet, nämlich das typisch türkische Frühstück Menemen.
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Zum Rezept: Menemen türkisches Frühstück


