
Rot ist der Schnee von Monica Piffaretti
Verlag: Neptun
Seitenzahl: 401 Seiten
Historische Epoche: 1960er Jahre
Schauplatz: Schweiz
Erscheinungsjahr: 2026
Inhalt:
In Rot ist der Schnee* erzählt Monica Piffaretti eine historische Kriminalgeschichte voller Geheimnisse, Schuld und Erlösung.
Disentis, 1960: Der erste Schnee fällt, und er ist blutrot. Schwester Maria Laura Franzetti wird brutal ermordet in der Nähe der alten Abtei aufgefunden. Ein kleinwüchsiger Clown aus dem überwinternden Zirkus gerät unter Verdacht. Niemand glaubt an seine Unschuld. Er stirbt verzweifelt im Gefängnis. Der wahre Täter aber bleibt im Dunkeln.
Fünfzig Jahre später führt die Spur des Verbrechens zurück ins Herz der Surselva. Die ehemalige Tessiner Kommissarin Delia Fischer, eigenwillig, naturverbunden und mit einer Leidenschaft für Insekten, wird auf den Fall angesetzt, als ein junger Mann aus Bellinzona verschwindet. Was sie entdeckt, reicht tief in die verborgenen Gänge einer düsteren Vergangenheit, und jemand ist bereit, erneut zu töten, um das Schweigen zu bewahren.
Zwischen Klöstern, verschneiten Bergen und den Schatten alter Schuld entfaltet sich eine Jagd nach Wahrheit, die bis zuletzt fesselt.
Rezension Rot ist der Schnee
Hinweis: Rot ist der Schnee wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bzw. diese Rezension wurde dadurch nicht positiv beeinflusst.
In diesem Kriminalroman geht es um Ereignisse aus den 1960er Jahren, konkret um einen Mord an einer Nonne. Außerdem spielt 50 Jahre später die Suche nach einem jungen Mann eine zentrale Rolle und die Frage, wie beide Fälle miteinander in Verbindung stehen.
Der Schreibstil von Monica Piffaretti ist sehr bildhaft und spannend, sodass mich Rot ist der Schnee absolut fesseln konnte.
Die einzelnen Figuren sind gut ausgearbeitet – man kann ihr Handeln und Denken sehr gut nachvollziehen. Besonders die Protagonistin Delia konnte mich durch ihre eigenwillige, naturverbundene Art und ihren Sinn für Gerechtigkeit komplett überzeugen.
Zudem hat die Darstellung ihrer Liebe zu Süßigkeiten den Roman etwas aufgelockert, indem die Kriminalhandlung an manchen Stellen auch mit einer Prise Humor gewürzt wurde.
Nichtsdestotrotz besticht Rot ist der Schnee aber vor allem durch seine dichte, düstere und absolut spannende Atmosphäre, wie es bei einem guten Kriminalroman auch sein soll. Es gibt immer wieder neue Wendungen, die man so nicht erwarten konnte.
Daher halte ich dieses Werk für einen ganz tollen historischen Krimi, den ich nur in höchsten Tönen weiterempfehlen kann. Außerdem fand ich das Buch auch deshalb sehr angenehm zu lesen, weil die Seiten auf einem schönen Papier gedruckt wurden und der Roman an sich gut in der Hand lag.
Als Rezept zu Rot ist der Schnee habe ich einen Klassiker aus dem Schweizer Kanton Graubünden zubereitet, der auf den Namen Plain in Pigna hört.
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Zum Rezept: Plain in Pigna


