Das Lächeln der Kinder
Rezensionen

Das Lächeln der Kinder von Julia Kröhn

Verlag: Gmeiner

Seitenzahl: 329 Seiten

Historische Epoche: Nachkriegszeit

Schauplatz: Chiemgau und Polen

Erscheinungsjahr: 2026


Inhalt:

In Das Lächeln der Kinder* erzählt Julia Kröhn von zwei beherzten Frauen, die sich für Kinder stark machen und dabei auf ein grausames Verbrechen stoßen.

Lori setzt sich nach dem Zweiten Weltkrieg für jene Kinder ein, die die Nazis aus dem Osten entführt haben. Milena nimmt sich in der Gegenwart eines ukrainischen Jungen an, der während des Krieges nach Russland verschleppt wurde.

Jahrzehnte liegen zwischen ihren Schicksalen, und doch verbindet sie ein Geheimnis. So finster. So traurig. Und so heilsam, als es endlich ans Licht kommt.

Rezension Das Lächeln der Kinder

Hinweis: Das Lächeln der Kinder wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bzw. diese Rezension wurde dadurch nicht positiv beeinflusst.

Nach Papierkinder ist Das Lächeln der Kinder der zweite historische Roman von Julia Kröhn, den ich gelesen habe. Papierkinder hatte mir so gut gefallen, dass ich mir fest vorgenommen hatte, bald ein weiteres Buch dieser Autorin zu lesen. Daher habe ich mich sehr gefreut, als mir kürzlich ihr neuester Roman als Rezensionsexemplar angeboten wurde.

Das Lächeln der Kinder behandelt das schwierige Thema der Kinder, die im Krieg schlimme Dinge erleben mussten. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen und schildert einerseits die Ereignisse um Lori, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg um Kinder kümmert, die die Nazis aus Osteuropa entführt hatten.

Andererseits dreht sich die Gegenwartshandlung um die zweite Protagonistin des Buchs, Milena, die in einem polnischen Feriencamp insbesondere für einen Jungen sorgt, der von den Russen im Zuge des Kriegs gegen die Ukraine verschleppt wurde.

Die Autorin hat mir dieses, wie gesagt, schwierige Thema durch ihre einfühlsame, flüssige und anschauliche Schreibweise sehr gut vermitteln können. Vor allem die historische Handlung fand ich überaus gelungen, aber auch die Darstellung der beiden Protagonistinnen und insbesondere die von Lori.

Die Charakterzeichnung der beiden und die Darstellung der Willensleistung, so vielen Kindern ihre Heimat zurückzugeben, war absolut überzeugend.

Sehr interessant fand ich auch, dass Julia Kröhn die Arbeit von Anna Freud, der Tochter des berühmten Sigmund und selbst Psychoanalytikerin, in die Handlung mit aufgenommen hat, insbesondere ihre Errungenschaften zur psychoanalytischen Pädagogik und Kinderanalyse.

Doch auch die Gegenwartshandlung um Milena und den vielen traumatisierten ukrainischen Kindern und Jugendlichen hat mich sehr bewegt, gerade weil es diesen Konflikt und seine schrecklichen Folgen leider immer noch gibt.

Daher kann ich alles in allem sagen, dass mich auch Das Lächeln der Kinder total überzeugen konnte und ich den Roman uneingeschränkt empfehlen kann!

Als Rezept zu Das Lächeln der Kinder habe ich ausnahmsweise einmal nicht etwas von einem der historischen Handlungsorte gekocht, sondern ein Gericht, das mit jemandem aus der Gegenwartshandlung in Verbindung steht. Bei uns kam nämlich eine der größten kulinarischen Köstlichkeiten aus der Ukraine bzw. ihrer Hauptstadt auf den Tisch: eine Kiewer Torte.


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Zum Rezept: Kiewer Torte

Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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