
Die Köchinnen von Fenley von Jennifer Ryan
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Seitenzahl: 493 Seiten
Historische Epoche: Zweiter Weltkrieg
Schauplatz: England
Erscheinungsjahr: 2022
Inhalt:
In Die Köchinnen von Fenley* erzählt Autorin Jennifer Ryan von einem Kochwettbewerb zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, der vier Frauen eine Chance auf ein besseres Leben bietet.
Zwei Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs leidet Großbritannien unter seinen Verlusten: Die Nazis haben Schlachten gewonnen, der Blitzkrieg hat Städte zerstört, und U-Boote haben die Versorgung mit Lebensmitteln unterbrochen.
Um den Hausfrauen bei der Lebensmittelrationierung zu helfen, veranstaltet die BBC-Radiosendung „The Kitchen Front“ einen Kochwettbewerb. Der Hauptpreis ist ein Job als erste weibliche Co-Moderatorin der Sendung.
Für vier sehr unterschiedliche Frauen wäre der Gewinn des Wettbewerbs eine entscheidende Chance auf ein besseres Leben: Für die junge Witwe Audrey ist es die Chance, die Schulden ihres Mannes zu begleichen und ihren Kindern ein Dach über dem Kopf zu bieten. Für das Küchenmädchen Nell ist es die Chance, die Knechtschaft zu verlassen und die Freiheit zu finden.
Für die Gutsherrin Lady Gwendoline ist es die Chance, dem zunehmend feindseligen Verhalten ihres Ehemanns zu entkommen. Und für die ausgebildete Köchin Zelda ist es die Chance, ihre männlichen Kollegen endlich herauszufordern.
Doch viel wichtiger als Erfolg ist Solidarität, und bei aller Rivalität werden aus den Konkurrentinnen schlussendlich Freundinnen.
Rezension Die Köchinnen von Fenley
In Die Köchinnen von Fenley geht es um die Probleme der englischen Bevölkerung während des Zweiten Weltkrieges – insbesondere, was die Lebensmittelversorgung angeht. Letzteres stellte vor allem die Frauen vor die kreative Herausforderung, eine Antwort auf die Frage „Was kann ich kochen?“ zu finden.
Vor diesem Hintergrund veranstaltet die BBC einen Kochwettbewerb, an dem vier unterschiedliche Frauen teilnehmen, die sich allesamt ein besseres Leben erhoffen. Die verschiedenen Protagonistinnen werden von der Autorin sehr schön dargestellt, gerade was die gut nachvollziehbaren Charakterzeichnungen angeht.
Zudem ist Jennifer Ryans Schreibstil flüssig und emotional. Man kann sich als Leser das Leben zu dieser Zeit in einem kleinen englischen Dorf bestens vorstellen.
Besonders gut gefallen haben mir natürlich die vielen Rezepte in Die Köchinnen von Fenley, vor allem weil sie gut erklärt werden und das Nachkochen dadurch keinerlei Problem darstellt.
Allerdings geht es in diesem historischen Roman keinesfalls nur ums Kochen, sondern auch um einige unerwartete Ereignisse im Leben der Hauptfiguren, die das Buch sehr lebendig machen. Daher kann ich Die Köchinnen von Fenley auf jeden Fall empfehlen – die Lektüre hat mir Spaß gemacht!
Als Rezept zu diesem Roman habe ich ein Gericht gekocht, das im Buch vorgestellt wird und das perfekt zur britischen Küche während des Zweiten Weltkriegs passt: einen Lord Woolton Pie.
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Zum Rezept: Lord Woolton Pie


