Der sixtinische Himmel
Rezensionen

DER SIXTINISCHE HIMMEL von Leon Morell

Verlag: Fischer

Seitenzahl: 576 Seiten

Historische Epoche: Frühe Neuzeit, Renaissance

Schauplatz: Rom, Italien


Inhalt:

Im Renaissance-Roman Der sixtinische Himmel* erzählt Leon Morell über einen der bedeutendsten Künstler dieser Zeit: Michelangelo.

Bologna, 1508: Es ist die Zeit der Renaissance. Der achtjährige Aurelio erblickt in einer Kirche einen Engel aus Marmor. Beeindruckt von dessen Schönheit, will auch er Bildhauer werden. Er beschließt, bei dem wahrscheinlich größten Künstler seiner Zeit in die Lehre zu gehen: Michelangelo Buonarroti.

In Rom erwartet ihn eine Welt, wie er sie bisher nicht kannte: Kunst und Kultur stehen in höchster Blüte, das Leben pulsiert in den Straßen und auf den Plätzen, herrschaftliche Paläste und prächtige Kirchen zieren das Stadtbild. Doch es gibt auch Schattenseiten: Die Pest wütet unter der Bevölkerung, Bettler und Kurtisanen bevölkern die Straßen.

Tatsächlich nimmt Michelangelo den Jungen als Gehilfen in seiner Werkstatt auf. Gerade hat er vom Papst den Auftrag bekommen, die Decke der Sixtinischen Kapelle neu auszumalen. Widerwillig macht sich der Bildhauer ans Werk, schließlich gilt seine Leidenschaft dem Marmor.

Doch je weiter das Fresko voranschreitet, desto mehr kostet es seinen Meister an Lebenskraft. Denn in der Nacht erschafft er an einem geheimen Ort, in weißen Marmor gehauen, die Frau, die es nicht geben darf: die Kurtisane des Papstes.

Rezension Der sixtinische Himmel

Bisher habe ich verhältnismäßig wenig Romane aus der Frühen Neuzeit bzw. der Renaissance gelesen und rezensiert. Dies wollte ich mit Der sixtinische Himmel ändern, einem historischen Roman, der den bedeutenden Renaissance-Künstler Michelangelo in den Mittelpunkt stellt.

Autor Leon Morell schildert die Ereignisse dabei aus der Sicht des Bauernjungen Aurelio, den ein Marmorengel in einer Kirche in Bologna so beeindruckt, dass er unbedingt nach Rom zu Michelangelo reisen muss, dem Erschaffer des Engels.

Wie eine Marmorfigur aus dem Stein wurden die verschiedenen Figuren in Der sixtinische Himmel sehr schön herausgearbeitet, sodass ich mir jede einzelne sehr gut vorstellen konnte. Besonders die Darstellung Michelangelos mit seinen Eigenheiten und Zweifeln um seine Arbeit in der Sixtinischen Kapelle hat mich begeistert.

Interessant war dabei für mich auch zu erfahren, wie viel Arbeit hinter dem weltberühmten Fresko steckt und auf welche Art und Weise dieses Kunstwerk an die Decke gebracht wurde. Andererseits fand ich die vielen Fachbegriffe in diesem Buch etwas verwirrend.

Die Geschichte von Der sixtinische Himmel ist sehr spannend und konnte mir das Leben der Menschen in Rom zu dieser Zeit lebhaft näher bringen. Zudem war die Schilderung des historischen Hintergrunds der Renaissance und des Lebens im Vatikan lehrreich für mich.

Von daher hat mich das Buch um Michelangelo und Aurelio auf jeden Fall überzeugen können und meinen Wunsch bestärkt, einmal nach Rom zu reisen, um mir die Stadt sowie die Kunstwerke dort genau anzusehen.

Als Rezept zu Der sixtinische Himmel habe ich etwas zubereitet, das schon zur Zeit Michelangelos in Italien gerne gegessen wurde: eine Minestrone Gemüsesuppe.


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Zum Rezept: Minestrone Gemüsesuppe

Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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