
Das Schicksal der Herzogin von Johanna von Wild
Verlag: Gmeiner
Seitenzahl: 436 Seiten
Historische Epoche: Frühe Neuzeit
Schauplatz: Dessau, Stuttgart und Leonberg
Erscheinungsjahr: 2026
Inhalt:
In Das Schicksal der Herzogin* erzählt Johanna von Wild aus dem Leben einer deutschen Adeligen aus der Frühen Neuzeit.
Sibylla von Anhalt wächst Mitte des 16. Jahrhunderts unbeschwert auf Schloss Dessau auf, teilt das Interesse ihrer Stiefmutter an Heilkräutern und heiratet Friedrich von Mömpelgard. Für beide ist es eine Liebesheirat und die Familie wächst schnell.
Doch bald trübt sich das Glück. Als Friedrich Herzog von Württemberg wird, kommt es nicht nur zwischen den Eheleuten, sondern auch mit den Landständen zu Spannungen.
Sibyllas einzige Lichtblicke sind die Arzneikammer und die heimlich erblühende Liebe zum Arzt von St. Catharina.
Rezension Das Schicksal der Herzogin
Hinweis: Das Schicksal der Herzogin wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bzw. diese Rezension wurde dadurch nicht positiv beeinflusst.
Nachdem ich bereits Der Zauber der Edelsteine* von Johanna von Wild gelesen hatte und meine Rezension des Buch sehr gelobt hat, war es an der Zeit für eine Lektüre eines weiteren historischen Romans dieser Autorin.
Das Schicksal der Herzogin ist stark biografisch angelegt, denn es geht um die Lebensgeschichte von Sibylla von Württemberg, einer ursprünglich aus Sachsen stammenden Adeligen aus der Frühen Neuzeit.
Die Autorin hat es verstanden, Sibyllas Leben im 16. Jahrhundert lebendig und emotional zu erzählen. Auch die Protagonisten waren gekonnt gezeichnet: Nicht nur Sibylla, sondern auch die Darstellung ihrer sogenannten „Milchschwester“ Ava und die von Friedrich, der keine schöne Kindheit hatte, konnten mich überzeugen.
Besonders interessant fand ich Sibyllas Entwicklung von einem lebensfrohen Kind zu einer starken Frau. Diese Entwicklung von einem unbeschwerten Leben bis hin zu großen Herausforderungen als Herzogin von Württemberg wurde von Johanna von Wild absolut glaubhaft und nachvollziehbar beschrieben.
Ebenso gelungen fand ich nicht nur die Einbindung von Sibyllas Leidenschaft für Kräuter und Medizin in die Handlung von Das Schicksal der Herzogin, sondern auch die Darstellung des historischen Hintergrunds. Sowohl das höfische Leben dieser Zeit und die politischen Konflikte wurden sehr anschaulich beschrieben, als auch das medizinische Wissen der Frühen Neuzeit.
Alles in allem halte ich auch diesen Roman von Johanna von Wild für absolut überzeugend, sodass ich ihn uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Bei nächster Gelegenheit werde ich auf jeden Fall wieder ein Buch dieser Autorin lesen.
Als Rezept zu Das Schicksal der Herzogin habe ich einen aus Stuttgart stammenden Klassiker der schwäbischen Küche zubereitet, ein sogenanntes Gaisburger Marsch.
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Zum Rezept: Gaisburger Marsch


