
Der Pakt von Roberta Kagan
Reihe: Die Blutsschwestern, Teil 1
Verlag: Selfpublishing
Seitenzahl: 380 Seiten
Historische Epoche: Zweiter Weltkrieg
Schauplatz: Wien & Berlin
Erscheinungsjahr: 2026
Inhalt:
Mit Der Pakt* eröffnet Roberta Kagan ihre Blutsschwestern-Reihe und erzählt von drei Kindheitsfreundinnen und ihren Schicksalen im Wien unter den Nazis.
Wien, 1929: Als drei kleine Mädchen – Anna, Bernie und Elica – einander schwören, für immer Blutsschwestern zu sein, glauben sie, dass nichts sie jemals trennen kann.
Anna stammt aus einer wohlhabenden jüdischen Familie, während Bernie und Elica in einfachen österreichischen Verhältnissen aufwachsen, in denen das Geld kaum zum Leben reicht. Je älter die Mädchen werden, desto deutlicher treten die Unterschiede zwischen ihnen zutage.
Und als der Judenhass aus Hitlers Deutschland nach Österreich übergreift, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird. Wie stark ist ein Band, das mit Blut besiegelt wurde?
Rezension Der Pakt
Vor einiger Zeit hatte ich bereits Das Geheimnis meines Jungen* aus der Feder von Roberta Kagan gelesen und musste in meiner Rezension dazu leider feststellen, dass der Roman nicht zu den allerbesten zählt. Dennoch wollte ich der Autorin mit Der Pakt bzw. ihrer neuen Reihe nochmal eine Chance geben.
Die Prämisse, dass sich die Trilogie um drei Freundinnen aus unterschiedlichen Verhältnissen dreht, die in ihrer Kindheit zu Blutsschwestern wurden, fand ich durchaus spannend. Da konnte auch die Tatsache meiner Vorfreude keinen Abbruch tun, dass auf dem Cover des Buchs abstruserweise der Bundesadler auf rotem Grund im Nazi-Wien prangt und nicht das Hakenkreuz …
Leider ging es im Buch dann weiter mit derartigen Ungenauigkeiten bzw. Nachlässigkeiten. Zwar ist im Lauf der Handlung schon zu erkennen, dass die unterschiedlichen Verhältnisse, aus denen die drei Freundinnen stammen, zu immer mehr Spannungen führen, doch das Verhalten der Drei ist nicht immer nachvollziehbar.
Anna, die aus einer wohlhabenden jüdischen Familie stammt, fand ich noch am besten gezeichnet, aber insgesamt hat der Schreibstil der Autorin auch in Der Pakt nicht meinen Geschmack treffen können. Die Sätze waren mir oft zu verschachtelt und der Sinn dahinter nicht immer nachvollziehbar.
Dies könnte allerdings auch eine Übersetzungproblematik sein. Gerade weil das Buch im Selfpublishing erschienen ist, frage ich mich ernsthaft, ob hier ein echter Übersetzer mitgewirkt hat, oder ob der englische Originaltext durch ein LLM gejagt wurde. Teilweise ergeben die Sätze im Deutschen einfach keinen Sinn.
Von daher kann ich leider nur schonungslos feststellen, dass Der Pakt einer der schlechtesten (wenn nicht sogar der schlechteste) historische Roman ist, den ich je gelesen habe. Aus diesem Grund werde ich nicht nur die Blutschwestern-Reihe* nicht mehr weiterlesen, sondern zukünftig gar kein Buch von Roberta Kagan mehr einer Lektüre unterziehen.
Dennoch habe ich einen Rezeptbeitrag zu Der Pakt geschrieben, diesmal jedoch kein neues Wien-Gericht gekocht, sondern einen Überblicksbeitrag zu den vielen Rezepten aus der österreichischen Hauptstadt geschrieben, die es in meinem Blog bisher schon gibt.
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Zum Übersichtsbeitrag: Typisches Wien Essen



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