Zwei Handvoll Freiheit Roman
Rezensionen

ZWEI HANDVOLL FREIHEIT von Annette Oppenlander

Reihe: Bewegende Liebesgeschichten des Zweiten Weltkriegs

Verlag: Selfpublishing

Seitenzahl: 386 Seiten

Historische Epoche: Nachkriegszeit Zweiter Weltkrieg

Schauplatz: Berlin


Inhalt:

In dem von Zeitzeugenberichten inspirierten Roman Zwei Handvoll Freiheit* erzählt Annette Oppenlander von einer unmöglichen Liebe vor dem historischen Hintergrund der Berliner Luftbrücke.

Bis heute verkörpert die Berliner Luftbrücke eines der dramatischsten und gewagtesten historischen Ereignisse der Nachkriegszeit, positionierte Ost gegen West, und zementierte den Kalten Krieg gegen Sowjetrussland. Ohne die Hilfe der amerikanischen und britischen Alliierten wären zwei Millionen Berliner dem diktatorischen Regime Stalins in die Hände gefallen, und die Zukunft Europas wäre vielleicht ganz anders verlaufen.

Berlin, Mai 1945: Lotte Bergers Situation scheint hoffnungslos: ihre Wohnung liegt in Schutt und Asche, ihre Mutter erfährt nach dem Angriff russischer Soldaten einen Zusammenbruch und sowohl Lottes Vater als auch ihr Verlobter werden in Russland vermisst.

Erst als Mitch Cameron, ein amerikanischer Pilot, ihr nach einem Unfall beisteht, schöpft sie wieder Hoffnung. Die ist jedoch von kurzer Dauer, denn gerade als sich die beiden näherkommen, taucht Lottes Verlobter unter verdächtigen Umständen wieder auf …

Berlin, September 1948: Längst von ihrem Verlobten getrennt, kämpft Lotte ums tägliche Überleben. Als wäre Stalins Unterjochungsversuch Berlins und die damit verbundene prekäre Versorgungslage nicht schlimm genug, leidet ihre Mutter weiter an Amnesie, und sie teilen sich mit vier Fremden ein winziges Zimmer.

Bis Lotte im amerikanischen Flughafen Tempelhof eine Stelle als Übersetzerin ergattert. Auch wenn Mitch sie längst vergessen hat, ist sie ihm so zumindest ein Stück näher.

Rezension Zwei Handvoll Freiheit

Da Zwei Handvoll Freiheit das für mich sehr spannende Thema der Berliner Luftbrücke behandelt und schildert, wie es den Menschen in Berlin direkt nach dem Zweiten Weltkrieg erging, war ich sehr gespannt auf das Buch. Zudem war es der erste Roman aus der Feder von Annette Oppenlander, weshalb meine Neugier noch etwas weiter wuchs.

Die Geschichte wird aus der Perspektive der Protagonistin Lotte erzählt, die zusammen mit ihrer Mutter versucht, das Leben im zerstörten Berlin zu meistern. Die Zeichnung der Hauptfigur sowie die ihrer Mitstreiter konnte mich dabei überzeugen.

Auch der Schreibstil der Autorin ist flüssig und mitreißend. Die bildhafte Ausdrucksweise lässt den Leser das Geschehen sehr gut nachverfolgen und man kann sich alles Geschilderte sehr gut vorstellen.

Die Darstellung des historischen Hintergrunds der Luftbrücke, auf die ich mich – wie eingangs erwähnt – besonders gefreut hatte, wurde tatsächlich zu meinem Highlight in diesem Buch. Mir waren nicht alle Details der Versorgung der Menschen in Westberlin durch amerikanische und britische Flugzeuge bekannt, weshalb ich hier wieder etwas Neues lernen konnte.

Zwei Handvoll Freiheit ist daher in meinen Augen ein historischer Roman im besten Sinne, in dem eine fiktive – wenn auch auf Augenzeugenberichten fußende – Geschichte gekonnt in die realen historischen Begebenheiten eingebettet wurde.

Daher werde ich sicherlich demnächst wieder ein Werk von Annette Oppenlander lesen, wahrscheinlich eines aus der gleichen Reihe wie Zwei Handvoll Freiheit, Bewegende Liebesgeschichten des Zweiten Weltkriegs*, in der alle Geschichten eigenständig sind.

EDIT: Als Rezept zu Zwei Handvoll Freiheit habe ich mittlerweile mal wieder ein typisches Berlin-Rezept zubereitet: ein Hühnerfrikassee.


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Zum Rezept: Berliner Hühnerfrikassee

Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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