Reigen in Triest
Rezensionen

Reigen in Triest von Günter Neuwirth

Reihe: Inspector Bruno Zabini, Teil 6

Verlag: Gmeiner

Seitenzahl: 384 Seiten

Historische Epoche: Das Lange 19. Jahrhundert

Schauplatz: Triest

Erscheinungsjahr: 2026


Inhalt:

Mit Reigen in Triest* hat Günter Neuwirth den neuesten Ableger seiner historischen Krimireihe um Bruno Zabini vorgelegt, in dem der Inspector auch im Urlaub ermitteln muss.

Baronin Luise von Callenhoff lädt zur Sommerfrische in ihre Villa. Im adriatischen Frühsommer, umgeben von Pinien und der rauen Schönheit des Triester Karsts, verbringen drei Frauen und drei Männer wonnige Tage. Sie speisen, trinken und tanzen, wandern und baden im Meer.

Inspector Bruno Zabini ist einer von Luises Gästen und überrascht von der freizügigen Leichtigkeit, mit der die Gäste unter Luises Führung die Konventionen der k.u.k. Gesellschaft brechen.

Was keiner ahnt: Die illustre Gesellschaft wird von argwöhnischen Augen beobachtet.

Rezension Reigen in Triest

Hinweis: Reigen in Triest wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bzw. diese Rezension wurde dadurch nicht positiv beeinflusst.

Reigen in Triest ist das insgesamt sechste Buch der Inspector Bruno Zabini-Reihe*, allerdings erst das dritte, das ich lese. Nachdem mir die ersten beiden Bände – Dampfer ab Triest und Caffè in Triest – gut gefallen hatten, habe ich also einen kleinen Sprung gemacht. Dies ist allerdings kein Problem, da die Bücher eigenständig gelesen werden können.

Der neue Kriminalfall im Triest zur Zeit der K.u.k.-Monarchie brauchte allerdings recht lange, um in Fahrt zu kommen.

Zwar hat es der Autor verstanden, durch seinen bildhaften Schreibstil die Erlebnisse der Protagonisten im Landhaus der Gräfin schön zu zeichnen, allerdings nahm dieser Aspekt der Geschichte für meinen Geschmack deutlich zu viel Platz ein.

Bei einem Kriminalroman gehe ich davon aus, dass es um das Lösen eines Kriminalfalls geht – Reigen in Triest schildert zunächst jedoch vor allem die persönlichen Beziehungen und Erwartungen der einzelnen Figuren, wobei die kriminalistischen Begebenheiten für meinen Geschmack klar zu kurz kommen.

Entsprechend fehlte es diesem Teil der Reihe über weite Strecken klar an Spannung und die Handlung dümpelte eher so vor sich hin. Erst im letzten Drittel des Buchs kam dann doch nochmal Schwung in die Sache und es wurde lebendiger und spannender.

Insgesamt muss ich daher leider feststellen, dass Reigen in Triest gegenüber den beiden anderen Zabini-Büchern, die ich gelesen habe, merklich abfällt und es in meinen Augen auch kein wirklicher historischer Krimi ist, sondern eher ein Liebesroman, der auch in der Wortwahl nicht zu dem passt, was ich bisher von diesem Autor gelesen habe.

Als Rezept zu Reigen in Triest bzw. der gesamten Reihe hatte ich bereits nach Teil 1 einen Klassiker der italienischen bzw. Triester Küche zubereitet: eine Brodetto Fischsuppe.


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Zum Rezept: Brodetto Triest

Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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