Mama Melba
Rezensionen

MAMA MELBA von Christine Conner

Verlag: Tinte & Feder

Seitenzahl: 487 Seiten

Historische Epoche: Das lange 19. Jahrhundert, Neue Welt

Schauplatz: Louisiana, USA


Inhalt:

Mit Mama Melba* hat Autorin Christine Conner einen historischen Roman über den US-amerikanischen Bürgerkrieg geschrieben – und über die Küche der Südstaaten.

Louisiana, 1860: Als das Schicksal die junge Köchin Melba aus dem Schwarzwald in den Süden der Vereinigten Staaten verschlägt, stehen die USA kurz vor dem Bürgerkrieg.

Auf der Belle Bleu Plantage weihen die Köchinnen sie in die Geheimnisse der akadischen und kreolischen Küche ein. Melba ist verzaubert. Doch täglich wird sie Zeugin der Sklaverei – ihrer Unmenschlichkeit und ihrer Grausamkeit.

Freundschaft erfährt sie bei den versklavten Arbeitern in den Schrotflinten-Hütten und bei den deutschen Immigranten am Mississippi. Besonders zu dem Schmied Kwasi fühlt sie sich bald hingezogen.

Als der Krieg ausbricht und mit ihm die Hoffnung auf Freiheit, setzt Melba alles aufs Spiel, um denen zur Seite zu stehen, die sie liebt.

Rezension Mama Melba

Als ich den Titel Mama Melba – Heimweh schmeckt wie Sauerkirschen las, wurde ich direkt neugierig, was sich hinter einem historischen Roman wohl verbergen mag, der kulinarischen Genuss bereits im Namen trägt.

Schnell war klar, dass Autorin Christine Conner mich in diesem Buch in die Südstaaten der USA führt, genauer gesagt ins Louisiana zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges bzw. kurz vor Ausbruch des Kriegs zwischen Unionsstaaten und Konföderierten.

Die Ereignisse werden dabei aus der Sicht von Melba Koch geschildert, einer jungen, ursprünglich aus dem Schwarzwald stammenden Köchin, die nur durch Zufall auf einer Zuckerrohrplantage in Louisiana landet.

Zunächst fand ich es etwas schwierig, in die Geschichte hineinzufinden – dies änderte ich jedoch im Laufe der Zeit merklich. Richtig gut fand ich die Beschreibung, wie schlecht die Sklaven behandelt wurden und wie Melba viele Freunde unter ihnen findet.

Hier sind natürlich vor allem die beiden Köchinnen zu nennen, die Melba in die Geheimnisse der Südstaaten-Küche einweihen. Sehr gefreut hat mich, dass zwischen den einzelnen Kapiteln immer auch ein richtiges Rezept integriert wurde, das an die Handlung des Buchs angelehnt ist.

So fiel es mir bei Mama Melba sehr leicht, ein passendes Rezept zu finden. EDIT: Ich habe mich nämlich an einem Gumbo versucht, ein gar nicht mal so einfach zuzubereitender Eintopf, der gerade in Louisiana sehr beliebt ist.

Ebenfalls schön an diesem historischen Roman fand ich die Landschaftsbeschreibungen, die Christine Conner so gut gelungen sind, dass man sie sich lebhaft vorstellen konnte.

Insgesamt ist Mama Melba – Heimweh schmeckt wie Sauerkirschen ein sehr gefühlvolles Buch, das durchaus auch spannend ist und zudem einige Grausamkeiten darstellt.

Der historische Hintergrund wurde hervorragend vermittelt, sodass ich einiges Neues über den Bürgerkrieg und die schlimmen Verhältnisse der Sklaven erfahren habe.

Von mir gibt es daher alles in allem eine klare Empfehlung für Mama Melba.


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Zum Rezept: Gumbo Louisiana

Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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