Und der Wind steht still
Rezensionen

Und der Wind steht still von Astrid Lehmann

Verlag: Gmeiner

Seitenzahl: 288 Seiten

Historische Epoche: Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Schauplatz: Schwarzwald und Bretagne

Erscheinungsjahr: 2026


Inhalt:

In Und der Wind steht still* erzählt Astrid Lehmann von der Liebe einer jungen Deutschen zu einem französischen Soldaten während des Zweiten Weltkrieges.

Bretagne, Gegenwart: Die achtzigjährige Alice ist so rau wie die bretonische Küste und am liebsten allein mit ihrer Hündin Marguerite. Doch in ihr tobt ein Sturm. Lange schon hütet sie ein dunkles Geheimnis.

Als die Schatten ihrer Geschichte sie einholen, beginnt eine Reise zurück in den Schwarzwald – und vielleicht auch zu sich selbst.

Schwarzwald, 1942: Elsa, eine tüchtige Magd, lernt beim Tanz den älteren Soldaten Heinrich kennen. Bereits beim nächsten Heimaturlaub läuten die Hochzeitsglocken, dann verliert sich von Heinrich jede Spur im Krieg.

Beim französischen Soldaten Antoine findet Elsa Trost. Doch hat ihre Liebe Zukunft?

Rezension Und der Wind steht still

Hinweis: Und der Wind steht still wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bzw. diese Rezension wurde dadurch nicht positiv beeinflusst.

Mit Die Heilerin vom Schwarzwald hatte ich vor einiger Zeit bereits einen historischen Roman von Astrid Lehmann gelesen und hier im Blog rezensiert. In Und der Wind steht still, dem neuen Buch der Autorin, geht es nun aber nicht erneut ins Mittelalter, sondern in die Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Die Geschichte ist dabei in zwei Zeitebenen angelegt: In der 1942 beginnenden und im Schwarzwald spielenden Vergangenheitshandlung begleitet man die Magd Elsa, während sich in der Gegenwart alles um Alice aus der Bretagne dreht.

Die Verbindungen dieser beiden Zeitstränge kann ich nur meisterhaft nennen – es war wirklich eine Freude, dem flüssigen, bildhaften Schreibstil zu folgen, bei dem auch Emotionen und dramatische Begebenheiten nicht zu kurz kommen.

Auch die Schauplätze von Und der Wind steht still sind für meinen Geschmack perfekt gewählt und unterstützen die Handlung: Der geheimnisvolle Schwarzwald passt sehr gut zu den Ereignissen um Elsa und die raue Bretagne spiegelt das Wesen von Alice wunderbar wider.

Auch in Sachen historischer Hintergrund konnte ich wieder neue Erkenntnisse gewinnen. Dass Kinder von französischen Besatzungssoldaten mit deutschen Frauen nach Frankreich gebracht wurden und dort in neue Familien kamen, war für mich gänzlich neu.

Durch den bereits erwähnten bildhaften Schreibstil konnte ich mir zudem sowohl die geschilderten Landschaften, als auch das Leben und den Alltag der Protagonisten sehr gut vorstellen.

Von daher halte ich Und der Wind steht still alles in allem für ein sehr tolles und bewegendes Buch, das mich tief berührt hat. Daher hat mir dieser Roman sogar noch besser gefallen als Die Heilerin vom Schwarzwald.

Als Rezept zu Und der Wind steht still habe ich einen Klassiker aus der Bretagne zubereitet, einen sogenannten Far Breton.


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Zum Rezept: Far Breton

Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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