
Das Mädchen aus Berlin von Kate Hewitt
Verlag: Bookouture
Seitenzahl: 538 Seiten
Historische Epoche: Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
Schauplatz: Berlin und Frankfurt
Erscheinungsjahr: 2026
Inhalt:
In Das Mädchen aus Berlin* erzählt Kate Hewitt von der jungen Liesel, die ihre jüdische Freundin Rosa vor den Nazis versteckt.
Berlin, 1936: Liesel Scholz bekommt von dem, was in der Stadt vor sich geht, nur wenig mit. Ihr Vater arbeitet für die neue Regierung, und so lebt die junge Frau privilegiert und in Sicherheit hinter den Mauern ihres Zuhauses.
Aber eine zufällige Begegnung mit Rosa, der Tochter ihrer ehemaligen jüdischen Haushälterin, bestätigt, was Liesel schon seit einiger Zeit ahnt. Wie grausam und brutal die Nazis wirklich vorgehen, und dass nicht alle so sicher sind wie sie und ihre Familie.
Rosa fleht sie an, ihr zu helfen, und Liesel weiß, dass sie nicht weiter tatenlos zusehen kann. Sie wird Rosa und deren Familie verstecken – in den ungenutzten, verstaubten Räumen im oberen Stockwerk. Auch wenn sie damit ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt und alle, die sie liebt, in furchtbare Gefahr bringt.
Frankfurt, 1946: Der idealistische Amerikaner Sam Houghton ist nach Deutschland gekommen, um ranghohe Nazis zu verhören und ein vom Krieg zerstörtes Land wieder aufzubauen. Als er die unergründliche Übersetzerin Anna einstellt, hat er nicht erwartet, dass zwischen ihnen die Funken fliegen.
Doch er kommt nicht umhin, sich zu fragen, was ihr im Krieg widerfahren ist. Denn Anna hat viele Geheimnisse, über die sie nicht spricht – ihr Leben in Berlin, ihre Verbindung zu den Nazis und die Geschichte von zwei jungen Frauen, die Freundinnen wurden, obwohl es unmöglich schien …
Rezension Das Mädchen aus Berlin
Dieser historische Roman dreht sich um Liesel Scholz, die mit ihrer Familie aus Frankfurt nach Berlin zieht, da ihr Vater als Chemiker der IG Farben wichtig für die nationalsozialistischen Machthaber ist.
Das Mädchen aus Berlin ist das erste Buch, das ich von Kate Hewitt gelesen habe, aber ich muss sagen, dass ich ihren Schreibstil lebendig und emotional finde und dass auch unerwartete Ereignisse im Verlauf der Handlung nicht zu kurz kommen.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Liesel sowie der des Amerikaners Sam Houghton erzählt. Entsprechend gibt es auch in diesem Roman zwei Zeitebenen – diese liegen allerdings lediglich rund 10 Jahre auseinander.
Sehr gut gefallen hat mir, dass man Liesels Gedanken und Zweifel hinsichtlich des Naziregimes, des Verhaltens ihres Vaters und des Leids der jüdischen Bevölkerung schön nachvollziehen kann. Zudem fand ich die Entwicklung der Freundschaft zwischen Liesel und Rosa sehr überzeugend beschrieben.
Doch auch die Darstellung des Charakters und der Emotionen von Sam Houghton kam gut bei mir an, ebenso wie die Einbettung der Handlung in den historischen Hintergrund des Nazi-Deutschlands, des Zweiten Weltkriegs und vor allem auch der Nachkriegszeit. Gerade Letzteres hat mir auch wieder neue geschichtliche Einblicke eröffnet, konkret in das Aufspüren von Nazis durch die Amerikaner.
Von daher halte ich Das Mädchen aus Berlin für einen sehr guten Roman, den ich auf jeden Fall empfehlen kann.
Als Rezept zu Das Mädchen aus Berlin habe ich natürlich mal wieder ein Rezept aus der Hauptstadt zubereitet, nämlich die etwas eigenwillige Berliner Steakschnitte.
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Zum Rezept: Berliner Steakschnitte


