Pestzug Cover
Rezensionen

Pestzug von Rein Raud

Verlag: Mediathoughts

Seitenzahl: 404 Seiten

Historische Epoche: 1911 bis 1933

Schauplatz: Estland, Russland und China

Erscheinungsjahr: 2026


Inhalt:

In Pestzug* schreibt der estnische Autor Rein Raud von den Schrecken der Pest zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Fünf junge Sanitätsoffiziere, unter ihnen Jakob aus Estland, werden 1911 an die russisch-chinesische Grenze entsandt. Dort sollen sie einer Pestepidemie Einhalt gebieten – und stoßen auf das Grauen der Seuche, auf politische Zwänge und auf Entscheidungen, die ihr Leben unwiderruflich verändern.

Pflicht, Angst und die Liebe zu einer Frau fordern ihren Preis. Zweiundzwanzig Jahre später begegnen sich zwei von ihnen wieder. Der eine ist für die medizinische Versorgung eines Gefängnisses verantwortlich, der andere sitzt dort ein: ein kommunistischer Agitator, gezeichnet von Haft, Ideologie und Vergangenheit.

Zwischen ihnen stehen unausgesprochene Schuld, alte Loyalitäten und die Frage, was von den einstigen Überzeugungen geblieben ist.

Rezension Pestzug

Hinweis: Pestzug wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bzw. diese Rezension wurde dadurch nicht positiv beeinflusst.

In Pestzug beschreibt der estnische Autor Rein Raud das Leben von Sanitätsoffizieren, die an die russisch-chinesische Grenze entsandt wurden, um die Pest zu bekämpfen.

Die Geschichte ist dabei in zwei Zeitebenen angelegt und wird in beiden Fällen aus der Sicht eines dieser Sanitätsoffiziere erzählt, dem Esten Jakob.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich anfangs mit dem anspruchsvollen Schreibstil und mit den Namen schwer tat. Auch die Gedanken der einzelnen Figuren sowie Dialoge waren ziemlich tiefgründig, sodass ich manche Passagen noch einmal lesen musste, um sie gänzlich zu verstehen.

Aber das ich ja nicht unbedingt etwas Schlechtes, genau so wie der Rahmen der Handlung – die Bekämpfung der Pestepidemie an der Grenze zwischen China und Russland – für mich zwar neu war, aber auch sehr interessant.

Auch die zweite Zeitebene von Pestzug, die gut 20 Jahre nach der ersten angesiedelt ist, hat es in sich. Hier treffen Jakob, der mittlerweile in einem Gefängnis in Tallinn arbeitet, und einer seiner damaligen Mitstreiter – mittlerweile Insasse dieses Gefängnisses – wieder aufeinander.

Die Spannungen, die zwischen den beiden entstehen, zeigen klar, dass die Charaktere in diesem historischen Roman zwar auf jeden Fall gut gezeichnet sind, aber einen in ihrer Komplexität auch schnell verwirren können.

Alles in allem halte ich Pestzug daher für ein gelungenes, aber anspruchsvolles Buch, auf das man sich einlassen muss und das man nicht einfach mal so zwischendurch liest.

Als Rezept zu Pestzug habe ich natürlich etwas Typisches aus Estland zubereitet, nämlich einen leckeren Nachtisch namens Kohuke.


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Zum Rezept: Estland Kohuke

Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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