Der Fährmann Cover
Rezensionen

Der Fährmann von Regina Denk

Verlag: Droemer

Seitenzahl: 384 Seiten

Historische Epoche: Das Lange 19. Jahrhundert und Erster Weltkrieg

Schauplatz: Österreich und Deutschland

Erscheinungsjahr: 2026


Inhalt:

Regina Denk erzählt in ihrem historischen Roman Der Fährmann* von einem düsteren Familiendrama an der deutsch-österreichischen Grenze zur Zeit des Ersten Weltkriegs.

Hohenwart und Siegering, Anfang des 20. Jahrhunderts: Als Fährmann muss Hannes Winkler dem Brauch folgen, sich keine Frau zu nehmen. Denn sollte sein gefährlicher Beruf sein Leben fordern, darf er keine bedürftigen Angehörigen zurücklassen. 

Hannes’ Herz gehört trotzdem schon lang seiner Jugendfreundin Elisabeth. Doch die ist Josef Steiner versprochen, dem Erben des größten Hofes am diesseitigen Ufer der Salzach. Das trifft nicht nur Hannes und Elisabeth hart, die seine Gefühle erwidert: Elisabeths beste Freundin Annemarie hatte sich Hoffnung auf eine Heirat mit Josef gemacht.

Während der Erste Weltkrieg die kleine Gemeinschaft diesseits und jenseits der Salzach in Österreich und Deutschland spaltet, gerät das Leben der vier jungen Leute in einen Strudel aus Gewalt, Aufbegehren und Schuld. Als schließlich ein Kind verschwindet, wird eine tödliche Spirale in Gang gesetzt.

Rezension Der Fährmann

Hinweis: Der Fährmann wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bzw. diese Rezension wurde dadurch nicht positiv beeinflusst.

In Der Fährmann wird die Geschichte von vier jungen Menschen erzählt, die sich seit Kindertage kennen. Sie leben an der deutsch-österreichischen Grenze, wo der Grenzfluss, die Salzach, eine große Rolle in ihrem Leben spielt.

Hannes, Annemarie, Elisabeth und Josef stammen aus unterschiedlichen familiären Verhältnissen und sind doch eng miteinander verbunden. Auf diesen Verbindungen beruht im Wesentlichen Regina Denks Erzählung, bei der sie abwechselnd die Perspektiven der vier Hauptfiguren einnimmt.

Die Autorin hat es dabei verstanden, das Leben der Protagonisten und die Zustände in einer ländlichen Gegend zu Beginn des 20. Jahrhunderts schön aufzuzeigen. Besonders die beiden Frauen mussten viel erleiden und waren nicht selbst bestimmt, was besonders Elisabeth sehr zu schaffen macht.

Regina Denk hat in ihrem Schreibstil stets die richtigen Worte gefunden, um mir diese historische Epoche mit dem harten Leben der Menschen nachvollziehbar näher zu bringen.

Der Fährmann ist zudem voller dramatischer Ereignisse, Gewalt, Rache und Zorn, was für meinen Geschmack aber etwas zu viel war. Nichtsdestotrotz ist es aber auch ein tiefgründiges Buch, das man nicht einfach mal so nebenbei lesen kann.

Insgesamt hat mir dieser Roman trotz einiger brutaler Szenen, die ich grundsätzlich nicht mag, gut gefallen und ich kann ihn weiterempfehlen.

Als Rezept zu Der Fährmann habe ich etwas gekocht, das sowohl in Deutschland als auch in Österreich gerne und oft gegessen wird: eine Gänsekeule.


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Zum Rezept: Gänsekeule

Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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