
Das Alphabet der Masken von Kai Meyer
Reihe: Die Geheimnisse des Graphischen Viertels, Teil 5
Verlag: Knaur
Seitenzahl: 432 Seiten
Historische Epoche: 1930er und 1970er Jahre
Schauplatz: Leipzig und Monaco
Erscheinungsjahr: 2026
Inhalt:
Mit Das Alphabet der Masken* setzt Kai Meyer seine Die Geheimnisse des Graphischen Viertels-Reihe fort und erzählt im nunmehr fünften Teil von geraubten Büchern, mehreren Morden und einer verschollenen Künstlerin.
Leipzig, die Bücherstadt. 1930: In der Bibliothek ihres Stiefvaters stößt Amalia Lux auf sieben Exlibris mit der Darstellung mysteriöser Masken, signiert mit „L. Gora“.
Als mehrere Morde geschehen, fällt der Verdacht auf Amalia, die als Kind gegen ihren Willen aus den Kolonien nach Deutschland gebracht wurde. Welche Verbindung gibt es zwischen den Exlibris und den Toten? Plötzlich selbst eine Gejagte, macht Amalia sich auf die Suche nach der verschollenen Künstlerin.
Monaco, die Stadt ohne Buchhandlungen. 1970: Der Student Timm soll für eine greise Baronin das Leben einer geheimnisvollen Malerin recherchieren. Gemeinsam mit einer Ballerina, die nicht mehr tanzen kann, und einem exzentrischen Autor, der nicht mehr schreiben will, stößt Timm auf die Spur einer geraubten Bibliothek und rührt an Geheimnissen, die vierzig Jahre lang begraben lagen.
Rezension Das Alphabet der Masken
Hinweis: Das Alphabet der Masken wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bzw. diese Rezension wurde dadurch nicht positiv beeinflusst.
Das Alphabet der Masken ist in zwei Handlungsstränge eingeteilt, die beide in der Vergangenheit spielen. Auf der einen Ebene führt der Autor seine Leser – wie auch in den vier anderen Romanen der Die Geheimnisse des Graphischen Viertels-Reihe* – in die Bücherstadt Leipzig, konkret ins Jahr 1930.
Die zweite Zeitebene ist im Jahr 1970 an einem neuen Schauplatz angesiedelt, nämlich in Monaco, wo es im großen Gegensatz zu Leipzig damals praktisch keine Buchhandlung gab (was heute nicht mehr ganz so schlimm ist, aber das Angebot ist nach wie vor sehr spärlich).
Kai Meyer knüpft in seinem neuen Werk dort an, wo er in Das Antiquariat am alten Friedhof aufgehört hat, und konnte durch seine flüssige, spannende und atmosphärische Schreibweise den Inhalt des Buchs erneut so zum Leben erwecken, dass ich regelrecht begeistert bin.
Die einzelnen Figuren aus Das Alphabet der Masken sind sehr schön gezeichnet. Besonders die Darstellung von Amalia und Timm, den beiden Protagonisten, hat mir gut gefallen, da man ihre Gedanken und Handlungen jederzeit gut nachvollziehen konnte.
Auch historisch hat der Autor wieder sehr gut recherchiert und nochmal eine interessante neue Seite rund um die Bücher aus Leipzig gefunden.
Das Alphabet der Masken dreht sich um geheimnisvolle Exlibris, die rätselhafte Masken aufweisen und die auf beiden Zeitebenen eine wichtige Rolle spielen. Außerdem wird das Thema des Buchraubs durch die Nazis aufgegriffen, wodurch ich mein Wissen darüber erweitern konnte.
Zudem ist es Kai Meyer erneut gelungen, eine Atmosphäre zu schaffen, die sehr mysteriös und etwas unheimlich ist, was den Roman aber lebendig macht.
Daher konnte mich auch dieser fünfte Teil der Reihe um die Geheimnisse der Bücher in Leipzigs Graphischem Viertel voll überzeugen. Normalerweise lese ich äußerst selten fünfte Teile einer Reihe und wenn, lässt sich fast immer ein Nachlassen an Lesevergnügen im Vergleich zum ersten Teil feststellen.
Bei Das Alphabet der Masken war das anders und ich bin tatsächlich sehr überrascht, dass der Autor es immer wieder schafft, neue Geschichten zu diesem sich im Prinzip wiederholenden Thema zu finden, die stets aufs Neue absolut unterhaltsam und spannend sind.
Da mir diese Reihe so gut gefällt, habe ich bisher zu jedem Einzelband ein Rezept zubereitet. Und auch bei Das Alphabet der Masken mache ich da keine Ausnahme! Diesmal fiel meine Wahl auf ein in Monaco sehr beliebtes Gericht, sogenannte Barbajuans.
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Zum Rezept: Monaco Barbajuans



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