Heimat aus Eis und Asche Cover
Rezensionen

Heimat aus Eis und Asche von Annette Oppenlander

Reihe: Bewegende Liebesgeschichten des Zweiten Weltkriegs

Verlag: Selfpublishing

Seitenzahl: 368 Seiten

Historische Epoche: Zweiter Weltkrieg

Schauplatz: Ostpreußen (Samland) & Münster


Inhalt:

In Heimat aus Eis und Asche* erzählt Anette Oppenlander eine weitere bewegende Liebesgeschichte aus dem Zweiten Weltkrieg – diesmal als Hommage an die vielen deutschen Vertriebenen, die für immer ihre Heimat verloren haben.

Münster, März 1993: Nachdem Lena von Schweigs Mutter stirbt, kommt eine schockierende Wahrheit ans Licht: Lena wurde adoptiert.

Ohne Geburtsdatum, ohne Familiennamen und mit nur einem einzigen Hinweis – dass sie einst aus Ostpreußen stammte – bricht ihr sorgfältig organisiertes Leben zusammen.

Nicht mehr die gebürtige Tochter privilegierter Verhältnisse, begibt sie sich auf eine schmerzhafte, scheinbar unmögliche Suche nach ihrer Herkunft.

Samland, Ostpreußen, Januar 1945: Als die Rote Armee vorrückt, flieht Ellie Johansen mit ihrer dreijährigen Tochter Lenchen und ihrer Mutter vom Hof ihrer Familie.

Doch auf dem Weg in Richtung Westpreußen tauchen unerwartet russische Soldaten auf und Ellie wird von ihrem Kind getrennt.

Getrieben von der Hoffnung, ihre Tochter wiederzufinden, beginnt sie eine erschütternde Reise nach Westen.

Rezension Heimat aus Eis und Asche

Da ich schon die fünf anderen, ebenfalls eigenständigen Romane der Bewegende Liebesgeschichten des Zweiten Weltkriegs-Reihe* – konkret Zwei Handvoll Freiheit, Vaterland, wo bist du?, Ewig währt der Sturm, Erzwungene Wege und Kohlenträume – gelesen hatte, wollte ich die Sammlung natürlich komplett machen und so habe ich mich an die Lektüre von Heimat aus Eis und Asche gemacht.

Die Handlung dieses historischen Romans kommt dadurch in Fahrt, dass die erwachsene Lena nach dem Tod ihrer Mutter erfährt, dass sie adoptiert wurde. Sie begibt sich auf Spurensuche, um herauszufinden, wie sie als dreijähriges Mädchen auf der Flucht aus Ostpreußen in die Obhut ihrer Adoptiveltern kam.

Daraus lässt sich schon erahnen, dass Heimat aus Eis und Asche in zwei Erzählstränge angelegt ist. Die „Gegenwartshandlung“ um die erwachsene Lena spielt im Jahr 1993, während man auf der historischen Ebene Lenas leibliche Mutter Ellie 1945 auf der Flucht begleitet.

Die Autorin hat es auch mit diesem Buch geschafft, mich durch ihren sehr guten Schreibstil zu fesseln. Sie erzählt so spannend und emotional, dass man sich das Geschehen lebhaft vorstellen kann.

Auch die Figurenzeichnung ist absolut überzeugend, wobei Ellie mein klarer Favorit war. Die Darstellung ihrer Flucht war nicht nur spannend, sondern auch aufwühlend und dabei jederzeit natürlich erzählt.

Etwas Kritik muss ich diesmal aber an der Schilderung der Gegenwartshandlung von Heimat aus Eis und Asche üben, wo einige Ereignisse für mein Empfinden nicht so ganz in die Handlung passten.

Auf der historischen Ebene konnte mich Annette Oppenlander aber, wie schon erwähnt, genauso überzeugen wie in den anderen Büchern der Reihe. Mehr über das Leben der Vertriebenen zu erfahren fand ich überaus interessant.

Von mir gibt es daher alles in allem eine klare Leseempfehlung und ich hoffe sehr, dass die Bewegende Liebesgeschichten des Zweiten Weltkriegs-Reihe bald fortgesetzt wird.

Als Rezept zu Heimat aus Eis und Asche habe ich mal wieder eine Spezialität aus Ostpreußen zubereitet, nämlich eine Schmandsuppe.


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Zum Rezept: Ostpreußische Schmandsuppe

Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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