Leipziger Räbchen
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REZEPT Leipziger Räbchen

Zu dem historischen Roman Das Antiquariat am alten Friedhof* habe ich einen Klassiker aus der Bücherstadt gebacken: Leipziger Räbchen.

Wer schon länger auf meinem Blog mitliest, weiß: Leipzig hat eine überraschend vogelreiche kulinarische Geschichte. Denn nach den berühmten Leipziger Lerchen®, die einst echte Singvögel ersetzten, sind die Leipziger Räbchen nun das zweite Gericht mit Vogelnamen, das ich zubereitet habe.

Entstanden ist dieses süße Gebäck im 18. Jahrhundert, als man auf die gut Idee kam, Backpflaumen mit Marzipan zu füllen, in einen Bierteig zu hüllen und das Ganze in Öl auszubacken.

Ähnlich wie die Lerchen zeigen die recht teuren Zutaten in den Leipziger Räbchen, dass Leipzig zur damaligen Zeit eine reiche Stadt war. Entsprechend kann ich mir gut vorstellen, dass das Gebäck damals schon mit Schlagsahne oder Vanillesauce serviert wurde, wie es heute Brauch ist.

Leipziger Räbchen

Für mich war es der erste Versuch, die Räbchen nachzubacken. Daher freue ich mich sehr, dass sie mir gut gelungen sind und es allen hervorragend gemundet hat! Warm schmecken die Räbchen zwar tatsächlich besser, doch auch kalt sind sie noch sehr lecker. Auf Sahne oder Vanillesauce haben wir verzichtet und nichts vermisst.

Ich hoffe, Ihnen gelingen die Leipziger Räbchen direkt ebenso gut wie mir, sodass sie außen knusprig und innen weich und aromatisch werden. Viel Erfolg und guten Appetit!

Leipziger Räbchen

Leipziger Räbchen

Mümmler
Dieses leckere Gebäck mit dem lustigen Namen findet man heute noch in vielen Gaststätten der Bücherstadt.
Vorbereitungszeit 40 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 15 Minuten
Gericht Dessert
Küche Deutsche Küche
Portionen 40 Portionen
Kalorien 82 kcal

Zutaten
  

  • 400 g Butterschmalz
  • 150 g Marzipan
  • 150 g Mehl
  • 125 ml Weizenbier
  • 40 Trockenpflaumen entkernt (ca. 500 g)
  • 9 EL Zucker
  • 8 g Vanillinzucker
  • 1 Ei
  • 1 Zitrone
  • 1 EL Butter
  • 0,5 TL Zimt
  • Salz

Anleitungen
 

  • Das Marzipan gut durchkneten und dann zu einer langen, dünnen Rolle formen.
  • Die Marzipanrolle in 40 etwa gleich große Stücke schneiden.
  • Die Marzipanstücke in die Mitte der entkernte Pflaumen drücken. Falls nötig, die Öffnung in den Pflaumen weiter einschneiden.
  • Einen guten Esslöffel voll Butter bei niedriger Hitze schmelzen.
  • In der Zwischenzeit das Ei trennen.
  • Die Zitrone waschen, trocken tupfen und die Schale abreiben.
  • Das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz in eine Schüssel geben und zu Eischnee schlagen.
  • Das Eigelb, 6 EL Zucker, die Zitronenschale und den Vanillinzucker in eine separate Schüssel geben und cremig schlagen.
  • Die geschmolzene Butter unter die Eigelbmasse rühren.
  • Das Weizenbier ebenfalls unter die Eigelbmasse rühren.
  • Das Mehl in die Schüssel mit der Eigelbmasse sieben und dann unterheben.
  • Den Eischnee vorsichtig mit der Eigelbmasse vermengen.
  • Das Butterschmalz in einem kleinen Topf erhitzen, bis sich an einem hineingetauchten Holzlöffel Bläschen bilden.
  • Nach und nach die gefüllten Pflaumen im Bierteig wenden und im heißen Butterschmalz circa 2 Minuten von jeder Seite backen.
  • Die fertigen Räbchen aus dem Fett nehmen und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Die restlichen 3 EL Zucker und den Zimt mischen und die abgetropften Räbchen darin wenden.
  • Die Räbchen mittig halbieren, auf Tellern anrichten und warm servieren.
Keyword Bier, Fingerfood, fruchtig, Gebäck, gutbürgerlich, Marzipan, Pflaumen, süß, vegetarisch

Zur Buchrezension von Das Antiquariat am alten Friedhof

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Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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