Kohlenträume Cover
Rezensionen

Kohlenträume von Annette Oppenlander

Reihe: Bewegende Liebesgeschichten des Zweiten Weltkriegs

Verlag: Selfpublishing

Seitenzahl: 320 Seiten

Historische Epoche: Zweiter Weltkrieg

Schauplatz: Bochum und Lyon


Inhalt:

In Kohlenträume* gibt Annette Oppenlander einen emotionalen Einblick in das Schicksal der Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg und erzählt von einer unmöglichen Liebe.

Bochum, April 1943: Die fünfundzwanzigjährige Marie Heinrich fristet auf sich allein gestellt – ihr Mann ist seit drei Jahren im Krieg – ihr Leben auf einem kleinen Hof.

Ihr ganzer Stolz sind ihre Ziegen, deren Milch und Käse ihr beim Überleben helfen. Bis die SS die Tiere konfisziert und Marie gezwungen ist, in der nahegelegenen Zeche Schwarzenberg eine Stelle anzunehmen.

Lyon, Frankreich, April 1943: Adrien Rocheaus Kriegswunde an der Schulter ist gerade verheilt, als er von der SS in den Pflichtarbeitsdienst zwangsrekrutiert wird.

In Bochum wird er dem Bergwerk Schwarzenberg zugeteilt. Durch Zufall kommt heraus, dass er fließend deutsch spricht – seine Mutter stammt aus dem Elsass – woraufhin er als Übersetzer dem klaustrophobischen Schacht ab und zu entkommen kann.

Marie, die in der Personalabteilung für die Einweisung der neuen Zwangsarbeiter zuständig ist, findet durch Adrien die Möglichkeit, mit den Fremden zu kommunizieren. Dankbar für seine Hilfe steckt sie dem Franzosen hier und da etwas zu.

Doch mit Fremdarbeitern zu sozialisieren ist bei Strafe verboten. Während Adrien und seine Kameraden bis zu vierzehn Stunden schuften und bei schlechter Versorgung im Lager immer schwächer werden, sucht Marie nach einer Möglichkeit, den Männern zu helfen.

Wenn da nicht ihre spionierende Nachbarin und ihr kontrollierender Chef wären …

Rezension Kohlenträume

Da ich schon vier andere, ebenfalls eigenständigen Romane der Bewegende Liebesgeschichten des Zweiten Weltkriegs-Reihe* – konkret Zwei Handvoll Freiheit, Vaterland, wo bist du?, Ewig währt der Sturm und Erzwungene Wege – gelesen und rezensiert hatte, wollte ich natürlich auch wissen, ob mich auch Kohlenträume überzeugen kann.

Die Hauptfigur dieses Buches ist Marie, die ihren kleinen Hof alleine bewirtschaften muss, da ihr Mann im Krieg ist. Nachdem die SS Maries Ziegen konfisziert hat, ist sie gezwungen, auf der nahegelegenen Zeche zu arbeiten.

Der zweite Protagonist von Kohlenträume ist Adrien, der in Lyon von der SS als Arbeiter in der Kohlengrube Schwarzenberg bei Bochum zwangsrekrutiert wurde – in der gleichen, in der auch Marie arbeitet.

Der Schreibstil der Autorin ist so, wie ich es schon von ihr gewohnt war: sehr flüssig und gut zu lesen. Auch hat mir gefallen, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Marie und Adrien erzählt wurde. So hatte man als Leser einen guten Einblick in die Gedankenwelt beider Hauptfiguren.

Generell wurden in Kohlenträume die Gefühle, aber auch das Leid sehr bildhaft beschrieben. Daher hat mich nicht nur die Darstellung der Protagonisten, sondern auch die Charakterzeichnung der anderen Figuren überzeugen können.

Wie immer bei Annette Oppenlander war auch der historische Hintergrund gut recherchiert und schön mit der Handlung verwoben. Besonders die Schilderung des Schicksals der Zwangsarbeiter auf der Zeche hat mich sehr berührt.

EDIT: Alles in allem halte ich diesen historischen Roman deshalb für sehr ergreifend, aber auch spannend. Das Buch hat mir gut gefallen und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen. Den neuen Band der Reihe, der den Titel Heimat aus Eis und Asche* trägt, habe ich daher inzwischen ebenfalls einer Lektüre unterzogen und anschließend rezensiert. 😉

Als Rezept zu Kohlenträume habe ich einen typischen Salat aus Lyon zubereitet.


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Zum Rezept: Lyon Salat

Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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