
Das geraubte Kind von Catherine Hokin
Verlag: Bookouture
Seitenzahl: 432 Seiten
Historische Epoche: Zweiter Weltkrieg und 1970er Jahre
Schauplatz: Berlin & USA
Erscheinungsjahr: 2026
Inhalt:
In Das geraubte Kind* erzählt Catherine Hokin vom Schicksal einer Mutter und ihres Kindes, die durch die Nazis getrennt wurden.
Berlin, 1979: Die Anwältin Evie ist in die Stadt gereist, um die vielen grausamen Fälle der vermissten Kinder, die ihren Müttern während des Krieges entrissen wurden, aufzuklären.
Eines dieser Kinder war Sebastian, dessen vergilbte Geburtsurkunde eine herzzerreißende Geschichte erzählt. Evie spürt sofort eine tiefe Verbundenheit zu ihm, und schwört sich, alles zu tun, um dem gebrochenen Mann zu helfen.
Während sie sich durch alte Akten wühlt, stößt sie auf ein verblasstes Zeitungsfoto. Ihr bleibt das Herz stehen, als ihr klar wird, dass ihr gesamtes Leben eine Lüge ist – und dass diese Lüge ihre und Sebastians Vergangenheit unwiderruflich miteinander verknüpft …
Rezension Das geraubte Kind
Mit Die verlorene Mutter, Der Mut einer Tochter, Der Preis der Freiheit, Das Mädchen auf dem Foto, Alles Glück, das wir hatten, Alles, was wir nicht wussten, Das geheime Hotel in Berlin und Als der Zug dich mitnahm habe ich in der letzten Zeit bereits recht viele historische Romane von Catherine Hokin gelesen.
In Das geraubte Kind hat sich die Autorin nun das Schicksal der Kinder und ihrer Eltern als Thema genommen, die von den Nazis einander entrissen wurden. Dabei schildert Catherine Hokin dieses Thema am Beispiel von Sebastian, der in einem Lebensbornheim geboren und dann seiner Mutter weggenommen wurde.
Die eigentliche Hauptfigur dieses auf zwei Zeitebenen angesiedelten Romans ist allerdings Evie, die Ende der 1970er Jahre in den USA bei einer Organisation arbeitet, die nach vermissten Kindern sucht, die im Zweiten Weltkrieg von ihren Eltern getrennt wurden.
In der früheren Zeitebene steht Sebastians Mutter Annaliese im Mittelpunkt sowie Helene und Ulrich, die beide stark in die Nazi-Machenschaften eingebunden sind.
Wie von der Autorin gewohnt war die Charakterdarstellung von Das geraubte Kind wieder einmal hervorragend. Die einzelnen Figuren werden sehr bildhaft und emotional dargestellt, aber mitunter auch erschreckend. Gerade bei der sehr überzeugenden Zeichnung von Helene musste ich mich öfters fragen, wie ein Mensch nur so böse und berechnend sein kann.
Es gibt auch einige unerwartete Wendungen, die das Buch spannend und lebendig machen. Und auch die Recherche und Einbindung des historischen Hintergrunds war auf dem hohen Niveau, das ich von Hokin-Romanen gewohnt bin.
Insgesamt kann ich Das geraubte Kind daher auf jeden Fall empfehlen, auch wenn ich sagen muss, dass vor allem Das geheime Hotel in Berlin und Alles, was wir nicht wussten in meiner persönlichen Hokin-Rangliste auf jeden Fall höher stehen.
Zwar habe ich bereits sehr viele Rezepte aus Berlin hier im Blog veröffentlicht, zu Das geraubte Kind wurde ich allerdings von einer Leserin in den Kommentaren auf etwas aufmerksam gemacht, das ich noch nicht auf dem Schirm hatte: sogenannte Berliner Knüppel.
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Zum Rezept: Berliner Knüppel


