
Das verlorene Tagebuch von Rose Alexander
Verlag: Bookouture
Seitenzahl: 498 Seiten
Historische Epoche: Zweiter Weltkrieg
Schauplatz: Berlin, Sudetenland und London
Erscheinungsjahr: 2026
Inhalt:
In Das verlorene Tagebuch* erzählt Rose Alexander von einem Geheimnis aus Kriegszeiten und einer herzzerreißende Entscheidung.
Gebiet unter deutscher Besetzung, 1945: Im flackernden Kerzenlicht reißt Katja den Briefumschlag auf und nimmt die Karte heraus. Sie wird sich jedes noch so kleine Detail einprägen, während sie die Linien und Buchstaben auf kleine Schnipsel Papier überträgt.
Am Nachmittag wäre sie mit den Briefen fast von der SS erwischt worden. Sie denkt an Karls markantes Gesicht und ihr Herz zieht sich zusammen. Sie stecken da zusammen drin. Aber wenn man sie fasst, was wird dann aus dem Baby?
London, Gegenwart: Jo steht vor einer schwierigen Lebensentscheidung. Und während sie das Zuhause ihrer Mutter Katja ausräumt, wird ihre Welt einmal mehr auf den Kopf gestellt, als sie das kleine, zerknitterte Tagebuch versteckt in einem Küchenschrank findet.
Zwischen den vergilbten Seiten ist ein zerrissener Umschlag mit einer verblassten Briefmarke. Und als sie die krakelige Handschrift entziffert, traut sie ihren Augen kaum …
Was ist vor all den Jahren mit dem winzigen Säugling geschehen? Wird dieses Tagebuch Jo endlich die Antworten geben, nach denen sie schon so lange sucht?
Rezension Das verlorene Tagebuch
In Das verlorene Tagebuch erzählt die Autorin die Geschichte aus der Sicht von drei verschiedenen Figuren und auf mehreren Zeitebenen.
Johanna hat ihre Mutter Katja nach einem Krankenhausaufenthalt bei sich aufgenommen und hat so endlich die Gelegenheit, mehr über Katjas Vergangenheit zu erfahren. Durch das titelgebende Tagebuch, das Johanna in Katjas Wohnung findet, kommt zudem die Sicht einer weiteren sehr wichtigen Figur ins Spiel.
Die Protagonisten von Das verlorene Tagebuch sind sehr gut ausgearbeitet. Ihre Charakterzüge sowie ihre Emotionen sind jederzeit gut nachvollziehbar. Besonders die Darstellung von Katja hat mich sehr berührt. Ihr Weg mit einem Säugling aus dem zerbombten Berlin ins Sudetenland, ihr Leben dort und die erneute Flucht nach dem Krieg zurück nach Berlin – all das war sehr dramatisch erzählt und mit einigen unerwarteten Ereignissen versehen, die ich definitiv nicht antizipieren konnte.
Doch auch die Erzählung aus dem Tagebuch hat mir ausgenommen gut gefallen. Man kann die Gefühle und Beweggründe der einzelnen Figuren absolut verstehen – gleichzeitig hat mich Das verlorene Tagebuch auch tief erschüttert und nachdenklich gemacht.
Daher hat mich dieser historische Roman, insgesamt betrachtet, absolut überzeugt und ich muss sagen, dass Rose Alexander mit Catherine Hokin, einer meiner Lieblingsautorinnen, auf jeden Fall mithalten kann.
Als Rezept zu Das verlorene Tagebuch habe ich etwas vom Schauplatz im Sudetenland, dem heutigen Tschechien, zubereitet, nämlich sogenannte Kolatschen.
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Zum Rezept: Sudeten Kolatschen


