Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit
Rezensionen

Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit von Ulrike Renk

Verlag: Aufbau

Seitenzahl: 592 Seiten

Historische Epoche: Langes 19. Jahrhundert

Schauplatz: Paris und Vogesen


Inhalt:

In Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit* erzählt Ulrike Renk vom Leben von Marthe Distel, einer französischen Journalistin, die die weltweit wohl renommierteste Kochschule Le Cordon Bleu gegründet hat.

Vogesen, 1889: Marthe wächst auf einem kleinen Bauernhof auf, ihre Großmutter bringt ihr bei, Brot zu backen, ihre Mutter, eine hervorragende Köchin, wie man aus den einfachsten Zutaten wunderbare Gerichte zaubert.

Als Marthe mit ihrer Mutter nach Paris zieht, taucht sie in eine neue Welt ein. Nicht nur lernt sie einen Mann kennen, der ihr aller Gegensätze zum Trotz den Hof macht, sie erkennt auch, dass ihr das Schreiben genauso viel Freude macht wie das Kochen.

Doch wird es ihr gelingen, sich in der männerdominierten Welt der französischen Küche zu behaupten?

Rezension Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit

Nach dem Tod ihres Vater lebt die junge Marthe mit ihrer Mutter Julie zunächst auf dem kleinen Hof ihrer Oma in den französischen Vogesen.

Julie ist eine hervorragende Köchin, die Marthe einiges beibringt. Vor allem will sie aber, dass ihre Tochter eine bessere Schulbildung erhält, weshalb die beiden nach Paris ziehen. Dort findet Marthe eine völlig andere Lebenswelt vor als noch auf dem beschaulichen Hof in den Vogesen.

Beide Welten werden durch die bildhafte Schreibweise der Autorin sehr anschaulich beschrieben, sodass ich mich sehr gut in der Handlung von Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit zurechtfinden konnte.

Wie Leser meines Blogs wissen, habe ich ein offensichtliches Faible für leckeres Essen, weshalb ein besonderes Highlight bei der Lektüre von Mademoiselle Marthe für mich die ausführlichen Beschreibungen der Gerichte waren, die zubereitet wurden.

Ebenso überzeugend fand ich die Darstellung der Hauptfigur und wie die Autorin diese im Verlauf der Handlung weiterentwickelt hat – die Schülerin, die ihren Traum verwirklicht und Journalistin wird.

Besonders beeindruckend ist dies, wenn man bedenkt, dass Marthe und Julie Distel keine fiktiven Figuren sind, sondern mit dem Le Cordon Bleu die erste von Köchinnen gegründete Kochschule tatsächlich haben entstehen lassen.

Für jemanden, der sich nicht für die französische Küche interessiert, können die vielen Fachbegriffe und Gerichte in diesem historischen Roman vielleicht etwas zu viel sein. Für mich stellte dies jedoch eine klare Bereicherung dar.

Allen Leser sollte aber die Art und Weise, wie Ulrike Renk in Mademoiselle Marthe die reale Vorlage in eine Geschichte umgemünzt hat, gut gefallen. Ich jedenfalls habe dies als absolut gekonnt und sehr unterhaltsam empfunden. Daher gibt es von mir eine klare Empfehlung für dieses Buch.

Als Rezept zum Roman habe ich einen echten Klassiker der französischen Küche zubereitet, einen Coq au vin.


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Zum Rezept: Coq au vin

Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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