
Das rote Adressbuch von Sofia Lundberg
Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 368 Seiten
Historische Epoche: 1920 bis 2010
Schauplatz: Stockholm, Paris und New York
Erscheinungsjahr: 2018
Inhalt:
In Das rote Adressbuch* erzählt Sofia Lundberg von einer alten Frau, die ihr bewegtes Leben Revue passieren lässt.
Doris wächst in einfachen Verhältnissen im Stockholm der Zwanzigerjahre auf. Als sie zehn Jahre alt wird, macht ihr Vater ihr ein besonderes Geschenk: ein rotes Adressbuch, in dem sie all die Menschen verewigen soll, die ihr etwas bedeuten.
Jahrzehnte später hütet Doris das kleine Buch noch immer wie einen Schatz. Und eines Tages beschließt sie, anhand der Einträge ihre Geschichte niederzuschreiben.
So reist sie zurück in ihr bewegtes Leben, quer über Ozeane und Kontinente, vom mondänen Paris der Dreißigerjahre nach New York und England – zurück nach Schweden und zu dem Mann, den sie nie vergessen konnte.
Rezension Das rote Adressbuch
Nachdem ich bereits Wo wir uns trafen und Der Weg nach Hause von Sofia Lundberg gelesen hatte, war es nun Zeit für den Debütroman der Autorin, der den Titel Das rote Adressbuch trägt.
In diesem historischen Roman geht man als Leser zusammen mit der Protagonistin Doris Alm auf eine Zeitreise und erkundet das Leben der nun alten Dame, die allein in ihrer Stockholmer Wohnung lebt.
Doris hatte als Kind ein kleines, rotes Adressbuch geschenkt bekommen, in das sie die Personen eingetragen hatte, die in ihrem Leben eine Rolle gespielt haben. Mithilfe dieses Buches schwelgt Doris in Erinnerungen und schreibt diese auf.
Das rote Adressbuch ist in zwei sich abwechselnde Zeitebenen eingeteilt. Die einzelnen Ereignisse werden dabei in recht kurzen Kapiteln geschildert, was der Spannung des Romans sehr zugute kommt.
Wie gewohnt ist der Schreibstil der Autorin schön zu lesen und sehr bewegend. Auch der historische Hintergrund ist gekonnt mit der Erzählung verknüpft.
Besonders bemerkenswert an diesem Buch fand ich aber die einfühlsame Art, mit der man die Hauptfigur bis zu ihrem Tod begleitet bzw. die berührende Darstellung von Doris Lebensende. Außerdem hat die Autorin es hervorragend verstanden, das Leben von alten Menschen und ihren Alltag zu beschreiben.
Das rote Adressbuch ist daher für mich ein sehr emotionales Buch, das etwas anders als gewöhnlich aufgebaut ist, mir aber gut gefallen hat.
Als Rezept zu diesem Roman habe ich erneut etwas Typisches für Schweden zubereitet, sogenannte Kanelbullar.
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Zum Rezept: Kanelbullar


