
Als der Zug dich mitnahm von Catherine Hokin
Verlag: Bookouture
Seitenzahl: 386 Seiten
Historische Epoche: Zweiter Weltkrieg
Schauplatz: Berlin & London
Inhalt:
In Als der Zug dich mitnahm* erzählt Catherine Hokin von einer Familie, die vom Zweiten Weltkrieg auseinandergerissen wird sowie von Hoffnung in dunkelsten Zeiten.
Berlin, 1938: Seit der Machtübernahme der Nazis breitet sich die Gewalt wie eine Krankheit in der Stadt aus, die Esther Spielmann einst ihr Zuhause nannte.
Jede Nacht betet sie, dass ihre Familie verschont bleibt. Aber als ihr Mann und ihr Vater zusammen mit vielen anderen Juden während der Kristallnacht ermordet werden, hat sie keine andere Wahl, als ihren geliebten Sohn Sascha in Sicherheit zu bringen.
Es zerbricht ihr das Herz, seine dünnen Beine in der Kälte zittern zu sehen, als er mit den anderen weinenden Kindern Richtung Kindertransport gedrängt wird. Während sie dem Zug hinterherstarrt, ist die Erinnerung daran, wie sie und Sascha sich fest umarmen und gemeinsam lachen, das einzige, was ihr von ihrem Sohn bleibt.
Sie schwört sich, dass sie ihn eines Tages wieder so halten wird. Aber die Einhaltung dieses Versprechens erscheint unmöglich. Jeden Tag lebt die Hoffnung, Sascha zu finden, in Esther weiter.
Dann kommen die Soldaten. Und dieses Mal ist es Esther, die einen Zug besteigt, aber anders als bei Sascha, wird dieser sie nicht in Sicherheit bringen. Sie kennt die geflüsterten Gerüchte über die unaussprechlichen Dinge, die in den Konzentrationslagern geschehen. Sie muss alles tun, um zu überleben …
Kann Esther ihren Sohn in den Trümmern des Krieges wiederfinden? Und ist sie bereit für das, was sie erwartet?
Rezension Als der Zug dich mitnahm
Mit Die verlorene Mutter, Der Mut einer Tochter, Der Preis der Freiheit, Das Mädchen auf dem Foto, Alles Glück, das wir hatten, Alles, was wir nicht wussten und Das geheime Hotel in Berlin habe ich in der letzten Zeit bereits recht viele historische Romane von Catherine Hokin gelesen.
In Als der Zug dich mitnahm ist es so, dass der Roman aus der Perspektive von gleich drei Figuren erzählt wird. Zunächst ist da Esther Spielmann, eine jüdische Galeristin aus Berlin. Sie schickt ihren sechsjährigen Sohn Sascha schweren Herzens in einem Zug nach England, als die Gefahr für Juden durch die Nazis immer größer wird.
Und schließlich ist die Restauratorin Amelie die dritte Protagonistin dieses Buches. Sie lebt in London, ist durch ihre Großeltern aber ebenfalls mit Berlin verbunden.
Catherine Hokin hat die Geschichte, die sie in Als der Zug dich mitnahm erzählt, in vier Teile bzw. Themen angelegt. Die Schilderung der Kunstszene und des groß angelegten Kunstraubes durch die Nazis bildet hier gewissermaßen die Rahmenhandlung.
Daneben werden aber auch die Greuel der Judenverfolgung und das Leben nach dem Krieg geschildert und zwar auf die für die Autorin typische einfühlsame Weise, die sehr dramatisch und emotional war.
Die Beschreibung der Handlung um Sascha und dass Esther ihn ziehen lassen musste, um ihn zu schützen, hat mich als Mutter zutiefst berührt. Einzig die Erklärungen über Galerien und das Restaurieren von Gemälden nahmen für meinen Geschmack etwas zu viel Platz ein.
Nichtsdestotrotz hat mich auch Als der Zug dich mitnahm insgesamt betrachtet absolut begeistert, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich kann diesen historischen Roman daher auf jeden Fall empfehlen.
Zwar habe ich bereits sehr viele Rezepte aus Berlin hier im Blog veröffentlicht, zu Als der Zug dich mitnahm konnte ich aber nochmal etwas in meinen Augen sehr gut Passendes finden: einen Berliner Bär Kuchen.
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