Die Papierschöpferin Cover
Rezensionen

Die Papierschöpferin von Anna Thaler

Verlag: Knaur

Seitenzahl: 320 Seiten

Historische Epoche: Frühe Neuzeit

Schauplatz: Italien


Inhalt:

In Die Papierschöpferin* erzählt Anna Thaler von Papierherstellung, Buchdruck und einer unmöglichen Liebe im Italien des 15. Jahrhunderts.

Gardasee, 15. Jahrhundert: Der plötzliche Tod ihres Vaters lässt Sofia di Maderno mit drei jüngeren Geschwistern zurück. Jetzt muss sie, auf sich allein gestellt, die Papiermühle der Familie führen.

Als Sofia sich weigert, den Sohn eines anderen Müllers zu heiraten, werden aus den Nachbarn Konkurrenten, die ihr die Gesellen abwerben. Bald steht die Mühle kurz vor dem Ruin.

Erst die Unterstützung des väterlichen Freunds Sebastiano, eines Franziskaner-Mönchs, lässt Sofia wieder Hoffnung schöpfen. Und Sebastianos Novize Gianluca lässt auch Sofias Herz höher schlagen.

Schließlich führt der Kampf um ihr Erbe Sofia nach Augsburg, wo nach den Erfindungen Johannes Gutenbergs der Buchdruck revolutioniert wird. Und nach Venedig, wo ihr Vater einen gefährlichen Plan verfolgt hatte …

Rezension Die Papierschöpferin

Hinweis: Die Papierschöpferin wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bzw. diese Rezension wurde dadurch nicht positiv beeinflusst.

Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters muss sich die junge Sofia in Die Papierschöpferin um die Papiermühle ihrer Familie sowie um ihre jüngeren Geschwister kümmern. Die Geschichte wird dabei aus der Sicht der Protagonistin und in einem sehr schönen, bildhaften Stil erzählt, der mich sofort überzeugen konnte.

Auch die Charakterdarstellungen insbesondere von Sofia, Frater Sebastiano und des Novizen Gianluca sind absolut gelungen, ebenso wie die glaubhafte Schilderung der Emotionen. Zudem gibt es einige überraschende Wendungen, die diesem historischen Roman auch Spannung verleihen.

Sehr gut gefallen haben mir außerdem die Beschreibungen des Tales am Gardasee, des Lebens in einer Papiermühle und der Reisen nach Augsburg und Venedig. Diese sind so anschaulich, dass ich mir alles wunderbar vorstellen konnte.

Auch der historische Hintergrund ist zu loben, da er sehr informativ war: Ich habe viel über die mir bis dahin gänzlich unbekannte Papierherstellung der Frühen Neuzeit erfahren, das Papierschöpfen. Aber auch über den Buchdruck und den Zusammenhang mit der Papierherstellung erfährt man in Die Papierschöpferin einiges, das ich sehr interessant fand.

Am Ende des Buchs hat die Autorin zudem wichtige Fakten und Personen der damaligen Zeit aufgelistet, was den ohnehin schon sehr guten Roman nochmal mehr auszeichnet. Daher kann ich Die Papierschöpferin nur in höchsten Tönen loben und absolut empfehlen.

Ich werde demnächst sicherlich ein weiteres Buch von Anna Thaler lesen, wahrscheinlich ihre Südtirol-Saga*.

Als Rezept zu Die Papierschöpferin habe ich einen absoluten Klassiker der italienischen Küche zubereitet: Focaccia.


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Zum Rezept: Focaccia

Ich bin Mitte 60, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine beiden großen Leidenschaften sind das Lesen und das Kochen. Besonders gerne koche ich Gerichte, die zu meinem letzten Lese-Abenteuer passen.

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